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50 Jahre neues Düsseldorfer Messegelände

22.09.2021

Seit genau 50 Jahren finden in Düsseldorf Messen auf dem Messegelände in Stockum statt, das nach den seinerzeit neuesten Erkenntnissen konzipiert wurde.

Bei seiner Inbetriebnahme im September 1971 galt das Düsseldorfer Gelände als modernster und wegweisendster Messeplatz Europas. Für die Stadt Düsseldorf war der Neubau ein wesentlicher Schritt hin zum Messeplatz mit weltweitem Renommee. Und als sich am Abend des 23. September 1971 die Tore der Kunststoffmesse K schlossen, hatte das neue Düsseldorfer Messegelände in Stockum seine erste Betriebswoche hinter sich und damit seine Bewährungsprobe mit Bravour bestanden. Auf dem neuen Gelände konnten die Düsseldorfer Fachmessen wachsen, wie von den ausstellenden Industrien gewünscht. Eine wesentliche Voraussetzung für die folgende Erfolgsgeschichte der Messe Düsseldorf, die damals noch Nordwestdeutsche Ausstellungs-Gesellschaft (Nowea) hieß.

„Hier in Stockum konnte die Nowea ihre Fachmessen zu den Weltleitmessen ausbauen, die wir heute haben. Dieses neue Messegelände bot nicht nur erheblich mehr Platz als die alten Hallen an der Fischerstraße. Mit der Erschließung des Geländes wurde zugleich für eine optimale Verkehrsanbindung gesorgt, außerdem war die Konzeption des Geländes einzigartig in Europa und entfaltete eine entsprechende Strahlkraft weit über Düsseldorf hinaus“, erklärt Wolfram N. Diener, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Düsseldorf.

Die messeinduzierten Umsätze stiegen durch den Bau des neuen Geländes entscheidend stiegen: 1967 beliefen sie sich laut einer Analyse der Gesellschaft für Marktforschung (GfM) auf rund 100 Millionen DM jährlich. Mit Inbetriebnahme des neuen Geländes 1971 erhöhte sich diese Summe auf rund 170 Millionen DM. Heute liegt der sogenannte Umwegrenditefaktor bei 6,16. Das bedeutet, jeder Euro Messeumsatz sorgt für 6,16 Euro Umsatz im Raum Düsseldorf. Umzug nach Stockum sicherte Fortführung der Düsseldorfer Messetradition.

Anfang des 20. Jahrhunderts befand sich das Messegelände im heutigen Ehrenhof am Rhein, nach dem zweiten Weltkrieg an der Fischerstraße. Dort fanden auch die ersten Fachmessen statt, auf die die neu gegründete Nordwestdeutsche Ausstellungs-Gesellschaft anstelle der bisherigen großen Industrieschauen setze – die richtige Strategie, wie sich bereits in den ersten Geschäftsjahren zeigte. Die Nachfrage aus den ausstellenden Branchen war so groß, dass das Düsseldorfer Gelände mit den Wünschen der Aussteller – besonders der bedeutenden Weltleitmessen drupa, K und interpack – nicht mithalten konnte. Bei der K 1967 konnten 20 Prozent der Ausstellerwünsche wegen Platzmangels nicht erfüllt werden. Die Verbände drohten mit Abwanderung in andere Städte, der Stadtrat musste handeln, um die Wettbewerbsfähigkeit des Düsseldorfer Messeplatzes zu erhalten.

Am 20. September 1968 beschloss der Stadtrat nach sorgfältiger Prüfung einstimmig die Verlegung des Messegeländes nach Stockum. Ein Jahr später, am 26. August 1969, wurde der Grundstein für die neue Messe gelegt. In nur knapp zwei Jahren Bauzeit entstand am nördlichen Stadtrand der Kern des Messegeländes wie wir es heute kennen. In der ersten Ausbaustufe verfügte das Gelände über 108.000 qm Hallennutzfläche in 12 Hallen (an der Fischerstraße standen 65.000 qm zur Verfügung). Am 20. August 1971 übergab Düsseldorfs Oberbürgermeister das neue Messegelände offiziell der Nowea. Es folgten zwei sehr gut besuchte Tage der offenen Tür für „interessierte Bürger“.

„Mit seinem vorbildlich durchdachten Gesamtkonzept setzte das Messegelände in Stockum neue Maßstäbe hinsichtlich Architektur, Technik, Infrastruktur und Service. Es diente zurecht als Vorbild für zahlreiche Messegelände weltweit, wie Paris Nord, Birmingham oder Osaka, die in den Folgejahren gebaut wurden.“, erklärt Wolfram N. Diener. Im Laufe der Jahre wurde das Düsseldorfer Messegelände immer wieder auf den neuesten Stand hinsichtlich Technik und Services gebracht. Mit dem Neubau der Hallen 6 und 7a startete die Messe Düsseldorf im Jahr 2000 einen auf 30 Jahre angelegten Masterplan zur Modernisierung des Messegeländes. Im Zuge dessen wurde im Jahr 2004 auch der Eingang Nord komplett umgestaltet und bietet nun unter anderem einen direkten Stadtbahnanschluss zur City und zum Hauptbahnhof Düsseldorf. Anschließend folgte der Bau der beiden Hallen 8a und 8b. Insgesamt stehen heute auf dem Düsseldorfer Messegelände 249.761 Quadratmeter in 18 Hallen zur Verfügung, von denen inzwischen 11 neu errichtet oder komplett renoviert sind.

 
 

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