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Messe Frankfurt zurück auf Wachstumskurs

19.12.2022

Die Messe Frankfurt hat nach dem pandemiebedingten Neustart seit April ihren Wachstumskurs wieder aufgenommen. Zu den 310 Veranstaltungen unter dem Dach des Konzerns kamen rund 52.000 Aussteller und 3,3 Millionen Besucherinnen und Besucher.

Beim Umsatz erwartet die Unternehmensgruppe rund 450 Millionen Euro, nach 154 Millionen Euro im Vorjahr. Der Gelände-Masterplan wird erfolgreich abgeschlossen, die weiteren Investitionsschwerpunkte liegen auf den drei Säulen neue Messekonzepte, Digitalisierung sowie Nachhaltigkeit. „Die persönliche Begegnung, unser Kerngeschäft, wird gebraucht und nachgefragt. Die Fülle an Veranstaltungen, eine unverändert hohe Kundenzufriedenheit und eine deutlich wahrnehmbare Internationalität untermauern den hochwertigen Nutzen für die Branchen“, betonte Wolfgang Marzin, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Frankfurt bei Vorlage der vorläufigen Kennzahlen für das Geschäftsjahr 2022. 

Stephanie Wüst, Dezernentin für Wirtschaft, Recht und Reformen der Stadt Frankfurt und frisch gewählte Aufsichtsratsvorsitzende der Messe Frankfurt, betont: „Als Gesellschafter unterstützen wir die Messe Frankfurt in ihrer strategischen Ausrichtung. Die vom Management initiierten Maßnahmen entwickeln den Messestandort und die Marke ‚Messe Frankfurt‘ nachhaltig und zukunftsorientiert weiter. Das stärkt die internationale Wettbewerbssituation des Standortes Frankfurt. Nicht zuletzt kommt das der lokalen und regionalen Wirtschaft zugute.“ Die Stadt Frankfurt bekenne sich zum Messestandort und dessen Stärkung sei aktiv im Koalitionsvertrag verankert. „Die Belegschaft der Messe Frankfurt hat Durchhaltevermögen und Kreativität bewiesen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Nun gilt es, auf dem wieder erreichten Erfolgspfad weiter zu gehen und die Messe Frankfurt zukunftsfest zu machen. Denn wir befinden uns nicht nur in einer Energiekrise, sondern auch mitten im Übergang hin zum klimafreundlichen Wirtschaften“, hob der Hessische Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen, Tarek Al-Wazir, hervor.

Im Geschäftsjahr 2022 fanden unter dem Dach der Unternehmensgruppe 310 Veranstaltungen mit annähernd 52.000 ausstellenden Unternehmen sowie 3,3 Millionen Besuchern statt. Rund 80 Veranstaltungen mussten weltweit aufgrund der Nachwirkungen von Corona abgesagt beziehungsweise verschoben werden. Die Internationalität auf den konzerneigenen Veranstaltungen am Heimatstandort in Frankfurt erreichte auf Seiten der Aussteller rund 73 Prozent, bei den Facheinkäufern waren es annähernd 57 Prozent. „Für das Geschäftsjahr 2022 gehen wir zum jetzigen Zeitpunkt von einem konsolidierten Konzernumsatz in Höhe von rund 450 Millionen Euro aus“, sagte Wolfgang Marzin. Das Konzernergebnis nach Steuern wird bei rund -30 Millionen Euro liegen, unter anderem bedingt durch den pandemiebedingten Ausfall des ersten Quartals, der Tilgung von Darlehen und der Berücksichtigung des Verkaufs eines Grundstücks.

„Wir haben in den beiden vergangenen Jahren viel dazu gelernt und uns einiges getraut. Wir haben ausprobiert, selektiert und konzentrieren uns nun auf das, was relevant ist und gleichzeitig die Qualität unserer Veranstaltungen und Services optimiert“, bekräftigte Marzin die strategische Neuausrichtung. Nach entscheidenden Dekaden der Spezialisierung, Internationalisierung und zunehmender Digitalisierung, in denen die Messe Frankfurt ihre Rolle als eines der führenden Messeunternehmen weltweit ausgebaut hat, steht das Unternehmen vor den nächsten großen Entwicklungen. Die digitale Modernisierung soll forciert werden und die Veranstaltungen über das ganze Jahr für die unterschiedlichen Branchen zu einem exklusiven und ganzjährigen B2B-Hub werden.

„Wir professionalisieren das Content Management durch die Entwicklung und den Betrieb von ganzjährigen Kommunikationsplattformen. Die Geschwindigkeit und Intensität der Angebote folgt dabei den Bedürfnissen der jeweiligen Branchen“, erläuterte Detlef Braun, Geschäftsführer der Messe Frankfurt, die digitale Weiterentwicklung der Veranstaltungen. Schon heute profitieren Kunden der Messe Frankfurt von der globalen Reichweite der Veranstaltungen. „Ein konsequentes Data Driven Marketing ist für uns daher der nächste Schritt. Das bedeutet, dass künftig noch besser als heute die relevanten Kundeninformationen in einer Datenbank zusammengefasst und für die Vermarktung unserer Messen optimal ausgespielt werden“, so Braun. Investieren wird die Messe Frankfurt in eine moderne IT-Struktur, um die betriebliche Effizienz durch Prozessoptimierungen zu steigern, die Sicherheitsstandards weiter zu stärken sowie die Veranstaltungen mit modernen Angeboten und Tools auszurüsten. „Der digitale Masterplan, der in seiner Dimension sämtliche Strukturen und Bereiche im Unternehmen umfasst, liegt schon länger in der Schublade, er wurde durch Corona jedoch ausgebremst“, ergänzte Uwe Behm, Geschäftsführer der Messe Frankfurt.

Nachhaltigkeit ist ein weiterer zentraler Teil der Unternehmensstrategie der Messe Frankfurt. Und mit der Fertigstellung der Halle 5 und ihrer Eröffnung Anfang Februar 2023 ist der Masterplan für das Messegelände abgeschlossen.

 
 

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