Aktuelle Ausgabe

  • 21.01.2021  Estrel Berlin präsentiert neues "Digital Studio"

    Das multifunktionale fest installierte Studio in dem 800 Quadratmeter-Raum 1 des ECC ist ein Mix aus Event-Location und TV-Studio – von hier aus sind neben Live-Streamings und Videokonferenzen von Veranstaltungen auch die interaktive Zuschaltung von Gastrednern, die Durchführung von Echtzeit-Abstimmungen und Q&A-Sessions umsetzbar.

  • 20.01.2021  Sechs Prognosen für die Live-Entertainment-Industrie 2021

    Die Zeichen stehen gut. Live-Entertainment, Sport und Kultur stehen 2021 nicht nur vor einer Erholung, sondern vor einem Aufschwung. Aktuelle Pilot-Veranstaltungen beweisen, dass die sichere Wiedereröffnung von Veranstaltungsorten möglich ist. Doch der Weg zur vollständigen Erholung wird schrittweise erfolgen, so Norbert Stockmann, Geschäftsführer DACH der Ticketing-Engagement-Plattform SecuTix.

  • 19.01.2021  Digitales Event des Innovationsverbunds Future Meeting Space am 22. Februar

    Welchen Stellenwert haben Veranstaltungen künftig im Kommunikationsmix von Organisationen? Welche neuen Skills sind gefragt? Anhand welcher Kriterien lässt sich der Erfolg von Events messen? Nach 18 Monaten intensiver Forschungsarbeit präsentiert der Innovationsverbund „Future Meeting Space“ von GCB German Convention Bureau e.V. und Fraunhofer IAO am 22. Februar 2021 seine jüngsten Forschungsergebnisse rund um diese und weitere Fragen. Die Anmeldung ist kostenfrei und ab sofort möglich.

  • 18.01.2021  Prolight + Sound, Heimtextil, Techtextil und Texprocess auf 2022 verschoben; International Consumer Goods Show abgesagt

    Bereits im September des vergangenen Jahres hat die Messe Frankfurt gemeinsam mit den beteiligten Branchen entschieden, dass im ersten Quartal 2021 keine Messen auf dem Gelände am Heimatstandort stattfinden. In enger Absprache mit den Kunden müssen nun auch die für April und Mai geplanten internationalen Präsenzmessen Prolight + Sound, International Consumer Goods Show, Heimtextil, Techtextil und Texprocess aufgrund der aktuell veränderten Vorschriften und Reisebeschränkungen von den vorgesehenen Terminen weichen.

  • 15.01.2021  Erstes Grundlagenwerk zum Thema Eventpsychologie

    Im Gabler-Verlag ist das erste Grundlagenwerk zum Thema Eventpsychologie erschienen. Es widmet sich der Fragestellung, wie Besucher mithilfe von psychologischen Strategien ein positives Erlebnis von Veranstaltungen mitnehmen. Auf 955 Seiten liefern zahlreiche Experten wissenschaftliche Fundierung und praxisorientierte Inhalte. Herausgeber ist der Wegbereiter des interdisziplinären Feldes der Eventpsychologie, Steffen Ronft.

  • 14.01.2021  Absage der Internationalen Handwerksmesse 2021

    Die vom 10. bis 14. März 2021 geplante Internationale Handwerksmesse (IHM) muss als Konsequenz der anhaltenden Bestimmungen zur Eindämmung der Coronapandemie abgesagt werden. Eine Verschärfung der Maßnahmen und fehlende Planungssicherheit führen zu dieser Entscheidung.

  • 13.01.2021  Vorbereitungen für BOE Red 2021 laufen auf Hochtouren

    Mit einer neuen Plattform gibt die Messe Dortmund am 20. Januar den Startschuss zur umfassenden „RoadToBOE“. Schon vor offiziellem Messebeginn sorgen zahlreiche Events für einen Vorgeschmack auf die diesjährige BOE Red 2021 am 09. und 10. Juni.

  • 12.01.2021  SMM Digital: Der Wert von Wind und Wasser

    Die nachhaltige Nutzung der Ozeane ist eines der Schwerpunktthemen bei der SMM Digital. Auf der Online-Fachkonferenz Offshore Dialogue am 2. Februar diskutieren internationale Experten über aktuelle Trends bei Offshore-Windparks, technische Herausforderungen bei der Nutzung von Gezeiten- und Wellenkraft und innovative Technologien zur Überwachung der Ozeane.

  • 11.01.2021  IMEX-Absage: GCB schafft alternative Lösungen zur Vermarktung des Tagungs- und Kongressstandortes Deutschland

    Wie die IMEX Group heute bekannt gab, findet die IMEX Frankfurt 2021 nicht statt: Aufgrund der weiterhin gültigen Reise- und Versammlungsbeschränkungen ist eine internationale Messe derzeit nicht erfolgreich zu planen und umzusetzen. Das GCB German Convention Bureau e.V. bietet gemeinsam mit der IMEX und weiteren Partnern alternative Lösungen.

  • 22.12.2020  Frohe Weihnachten!

    Das TFI-Team wünscht allen schöne, gesunde Feiertage und einen guten Start ins neue Jahr 2021!

  • 18.12.2020  Neuer Bürostandort der Koelnmesse: Jury kürt Siegerprojekt

    Die Jury hat einstimmig entschieden: Der Entwurf des dänischen Büros Cobe Architekten wird Grundlage für die Umsetzung des neuen Bürostandorts der Koelnmesse am Messekreisel nahe dem Eingang Nord des Messegeländes.

  • 17.12.2020  Hamburg Messe und Congress organisiert Deutschen Pavillon bei der Floriade Expo 2022

    Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft hat die Hamburg Messe und Congress als Durchführungsgesellschaft für den offiziellen Deutschen Pavillon und Garten auf der Internationalen Gartenbauausstellung Floriade Expo 2022 beauftragt.

  • 16.12.2020  Wie die Koelnmesse die Weihnachtsfeier rettete

    Kim Brake, Julia Caspari und Laura Enderes von der Koelnmesse saßen im Oktober zusammen und grübelten. Ihr Auftrag lautete: Organisiert bitte in diesem Jahr die Weihnachtsfeier - trotz laufender Messeabsagen, trotz Kurzarbeit, trotz zahlreicher Kollegen in mobiler Arbeit. Klingt nicht machbar. Kosten darf es möglichst auch nichts.

  • 15.12.2020  Leipziger Messe übernimmt PaintExpo

    Die Leipziger Messe hat mit Wirkung zum 1. Dezember 2020 die PaintExpo von der FairFair GmbH übernommen. Seit ihrer Gründung im Jahr 2006 findet die PaintExpo alle zwei Jahre im April auf der Messe Karlsruhe statt. Mit zuletzt 537 Ausstellern aus 29 Ländern und 11.790 Fachbesuchern aus 88 Ländern hat sie sich erfolgreich zur Weltleitmesse für industrielle Lackiertechnik entwickelt.

  • 14.12.2020  Messegelände haben wichtige Rolle bei Corona-Impfungen

    Derzeit werden in ganz Deutschland Zentren zum Impfen gegen das Coronavirus errichtet und Impfabläufe geplant. Einzelne Messehallen spielen dabei in vielen Städten für die lokalen Impfaktionen eine wichtige Rolle.

  • 11.12.2020  Nürnbergs Corona-Impfzentrum auf dem Messegelände ist einsatzbereit

    Der Countdown läuft: Bevor das Corona-Impfzentrum der Stadt Nürnberg auf dem Messegelände ab dem 15. Dezember einsatzbereit ist, informierten sich Spitzenpolitiker von Bund und Freistaat heute über den Stand der Vorbereitungen:

  • 10.12.2020  Messe Stuttgart: Studiolösungen für Veranstaltungen aller Art

    Die Kunden über neue Produkte informieren. Schulungen für den Vertrieb durchführen. Die Mitarbeiter über eine neue Unternehmensstrategie in Kenntnis setzen. Eine Betriebsversammlung abhalten. Wie macht man das, in Zeiten, in denen Präsenzveranstaltungen eine stark limitierte Teilnehmerzahl haben und Messen nicht stattfinden dürfen?

  • 09.12.2020  Messe Frankfurt: 250 Millionen Euro Umsatz trotz Corona

    Die Corona-Pandemie hat die Messewirtschaft in ihrer Ganzheit im Kern getroffen und nahezu zum Stillstand gebracht. Dennoch konnten im Geschäftsjahr 2020 unter dem Dach der Messe Frankfurt weltweit mehr als 150 Veranstaltungen stattfinden. Das Unternehmen hat einen Konzernumsatz von rund 250 Millionen Euro erzielt.

  • 08.12.2020  automatica sprint: neues Messeformat vom 22. bis 24. Juni 2021 in München

    Die Messe München erweitert das Portfolio der automatica im Sommer 2021 um ein kompaktes, neues Veranstaltungsformat: Während die reguläre automatica erst wieder 2022 stattfindet, feiert die automatica sprint vom 22. bis 24. Juni 2021 auf dem Münchner Messegelände Premiere.

  • 07.12.2020  WindEnergy Hamburg Digital – Drei TV-Studios wurden zum Zentrum der globalen Windindustrie

    Das Corona-Virus konnte den fachlichen Austausch und die Vernetzung der internationalen Windenergiebranche nicht stoppen: Mit ihrer Premiere vom 1. bis 4. Dezember 2020 hat die erste digitale WindEnergy Hamburg die globale Windbranche in einer herausfordernden Zeit zusammengeführt.

Messe im Wandel – Krise fordert Umdenken deutscher Unternehmen

01.12.2020

Die Messe-Landschaft steht vor einem großen Umbruch. Fast 80 Prozent aller Messen in Deutschland wurden 2020 abgesagt oder verschoben. Während es Kritik an virtuellen Messen gibt, wächst die Bedeutung digitaler Leaderfassung und Showrooms. Unternehmen müssten jetzt umdenken, meint der Industrie-Verband für Kommunikation & Marketing, bvik.

Messen sind seit Jahren das wichtigste Marketinginstrument der B2B-Branche. Laut einer Erhebung des AUMA – Verband der deutschen Messewirtschaft – wurde fast die Hälfte des B2B Marketing-Budgets deutscher Aussteller im Jahr 2019 für Messen verwendet. Die Corona-Pandemie hat diesen Wirtschaftszweig stark ausgebremst und fast zum Stillstand gebracht. Rund 80 Prozent der fast 370 Messen, die für 2020 in Deutschland geplant waren, wurden verschoben oder abgesagt. Ein herber Schlag – vor allem für Messegesellschaften. Digitale Veranstaltungsformate rücken zunehmend in den Fokus und fordern ein Umdenken bei den Unternehmen. Im Rahmen der digitalen Konferenz „W&V Make – the new normal“ und einer gemeinsamen Veranstaltung der Messe München mit dem bvik – dem Industrie-Verband für Kommunikation & Marketing – diskutierten Experten über die Zukunft der Messe.

Digitale Kommunikation statt virtueller Messe
„Viele Messegesellschaften und Marketer haben Jahrzehnte lang verschlafen, Messen und Live-Events zukunftsfähig aufzustellen. Hier muss ein Umdenken stattfinden“, macht Andreas Bauer, Vorstand des bvik, die Problematik der Messebranche deutlich. Eine reine Transformation eines Präsenzevents in die digitale Welt, verbunden mit derselben Erwartungshaltung, sieht Bauer kritisch: „Messen und Live-Events haben eine große Bedeutung für die Industrie, da sie als Marktplatz für eine starke und gewachsene Community fungieren. Messen nur auf eine digitale Plattform zu bringen, macht jedoch keinen Sinn. Man muss die gesamte Bandbreite an Stärken nutzen, die die digitale Welt zu bieten hat, wie beispielsweise Virtual und Augmented Reality sowie Social Media.“ Diese Kritik bestätigt auch die bvik-Studie „Digitalisierungsschub 2020 im B2B-Marketing“, laut der nur ein Drittel der Befragten zufrieden mit dem Besuch von virtuellen Messen war. Die Lösung wäre laut Bauer deshalb keine virtuelle Messe, sondern ein anderes Kommunikationsangebot als Ergänzung zur Live-Veranstaltung. Auch eine ganzjährige und somit zeit- und ortsunabhängige Vernetzung der Messe-Community sieht er als Projekt der Zukunft.

Hendrik Hochheim, Leiter des Instituts der deutschen Messewirtschaft & Abteilungsleiter Messen Deutschland beim AUMA, ergänzt: „Die Veränderungen der Messen haben schon vor Corona begonnen und wurden dadurch beschleunigt. Sie bieten aber die Möglichkeit, Messen weiterzuentwickeln und neu zu denken, wofür Messen wirklich stehen. Die Customer Journey wird digitaler, wobei Messen das analoge Kraftzentrum bilden.“

Digitale Marketing-Leads sind „Perlen“ für den Vertrieb
Kai Halter, bvik-Vorstandsvorsitzender und Director Marketing des Ventilatorenherstellers ebm-papst Mulfingen, ist ein Verfechter der Messe, macht sich aber große Sorgen um die Messe-Landschaft: „Je länger die Beschränkungen andauern und der Erfolg der Unternehmen trotzdem nicht ausbleibt, desto schwieriger wird es werden, sehr teure Maßnahmen wie Messen wiederzubeleben – zumal die Qualität der Aufwand eines Messe-Leads im Vergleich zu Online-Leads nicht geklärt ist.“ Laut Halter ist es im digitalen Umfeld leichter, Neukontakte zu akquirieren als auf einer Messe, zu der häufig Stammkunden und bekannte Interessenten kommen. Durch anschließende „Versorgung“ der Interessenten mit für sie relevantem Content beispielsweise über Marketing Automation, werden die Leads weiterqualifiziert, wodurch „echte Perlen“ an den Vertrieb weitergegeben werden können.

Den Messe-Experten ist es jedoch wichtig, auf die Qualität und die Unersetzbarkeit einer Messe auch in ihrer „alten“ Form hinzuweisen. So sind sie sich einig, dass dieses Marketinginstrument auch in Zukunft erhalten bleiben wird. Der persönliche Kontakt, die Emotionen und das Messe-Erlebnis als solches können aus ihrer Sicht nicht durch virtuelle Formate ersetzt werden. Der bvik-Vorstandsvorsitzende Kai Halter geht jedoch davon aus, dass der Fokus zukünftig auf den großen und wichtigen Leitmessen liegt und sich der Messe-Bereich in das eigene Unternehmen verlagert: „Das Bedürfnis mit Menschen am Tisch zu sitzen und Projekte zu besprechen, wird es auch nach Corona wieder geben. Was nicht so schnell wiederkommen wird, sind die großen Messeplätze. Der Weg geht zum eigenen, themenbezogenen Showroom, denn der Kunde möchte etwas erleben und man kommt zu einer ganz anderen Art der individualisierten Produktpräsentation. Hier ist das Marketing gefordert.“

Der Tenor sei klar, so der bvik: Die Zeichen stünden auf Veränderung, Unternehmen müssten die Zukunft neu denken: Zielgruppengerichtete Formate verbunden mit emotionalen Erlebnissen seien die Zukunft der Messe 2.0.

 
 

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