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Messe Frankfurt seit 100 Jahren im Ausland vertreten

05.05.2022

In diesem Jahr blickt die Messe Frankfurt ein Jahrhundert Auslandsvertretungen zurück. Das Unternehmen ist mittlerweile in 190 Ländern vertreten.

Die Messegesellschaft hat mit 30 Tochtergesellschaften und rund 50 Sales Partnern ein internationales Netzwerk geschaffen, das in der deutschen Messelandschaft einzigartig ist, so die Verantwortlichen. „Unser globales Netzwerk ist ein Erfolgsmodell“, sagt Wolfgang Marzin, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Frankfurt, „denn viele unserer Auslandsveranstaltungen gehören nach der jeweiligen Leitmesse in Frankfurt zu den weltweit zweit- oder drittgrößten ihrer Branche. Auch während der Pandemie hat sich gezeigt, wie bedeutend dieses internationale Netzwerk für unser Unternehmen ist. Durch unsere Auslandsveranstaltungen konnten wir Umsätze erzielen, die uns in Frankfurt ausblieben.“

Den Startpunkt der Auslandsvertretungen markiert das Frühjahr 1922: Mit der Konferenz von Genua kehrt Deutschland nach Ende des Ersten Weltkrieges auf den Weltmarkt zurück. Im Messekatalog der Frankfurter Internationalen Messe werden zum ersten Mal internationale Vertretungen in 25 Ländern aufgelistet – die meisten darunter befanden sich in Europa, beispielsweise Italien und die Schweiz. Innerhalb von fünf Jahren kommen weitere elf Auslandsvertretungen dazu, darunter auch eine Vertretung in Indien. Damals arbeiten sie noch ehrenamtlich und erhalten für ihre Tätigkeit eine Provision auf die vermittelten Standmieten. Die Frankfurter Internationalen Messen und somit auch das Geschäft mit den Auslandsvertretungen werden 1929 nach der Frühjahrsmesse aufgrund der Weltwirtschaftskrise eingestellt. Doch bereits 1949 und 1950 entstehen neue Vertretungen in Australien, Dänemark, Frankreich, Italien, der Niederlande, der Schweiz und in der Türkei.

Innerhalb der nächsten 40 Jahre wächst die Messe Frankfurt auf internationaler Ebene. Sie erreicht 1987 mit der Ausrichtung der Interstoff Asia, der ersten Auslandsmesse in Hongkong, und 1990 mit der Gründung der ersten Tochtergesellschaft in Tokio zwei Meilensteine. Manche der heutigen Tochtergesellschaften sind aus ehemaligen Auslandsvertretungen entstanden, so zum Beispiel die Tochtergesellschaft in Frankreich, die es seit 2002 gibt. Die Auslandsvertretungen leisten vor Ort Vertriebsarbeit und ermöglichen somit der Messe Frankfurt den Zugang zu Branchen, Kunden, Ministerien und Verbänden innerhalb unterschiedlichster Länder.

 
 

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