Aktuelle Ausgabe

Morgen öffnet die art karlsruhe 2026

04.02.2026

Vom 5. bis 8. Februar öffnet die art karlsruhe ihre Tore mit rund 180 Galerien aus 18 Ländern, einem starken kuratorischen Fokus und Impulsen für den heutigen Kunstmarkt.

Einen besonderen Stellenwert nimmt der Dialog zwischen Geschichte und Gegenwart ein. Von Ernst Ludwig Kirchner bis Mary-Audrey Ramirez, von Joan Miró bis zur interaktiven KI-Installation: die art karlsruhe präsentiert 125 Jahre Kunstgeschichte in einem offenen Forum. „Unser Galerienfeld ist klar auf Qualität ausgerichtet. Der hochqualitative Stamm an Galerien, der seit vielen Jahren dabei ist, wird mehr und mehr ergänzt durch Neuzugänge und Wiederkehrer. Zudem wächst das Interesse ausländischer Galerien stark“, sagt Kristian Jarmuschek, Beiratsvorsitzender der art karlsruhe. „Das ist für mich das beste Signal: Die Messe funktioniert, für Galerien, für Besucher und für den Markt.“

Den offiziellen Auftakt der art karlsruhe bildet das art:opening am 5. Februar um 14:30 Uhr in Halle 3 mit Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Arne Braun, Oberbürgermeister Frank Mentrup, Messechefin Britta Wirtz und dem Leitungsduo der art karlsruhe: Olga Blaß und Kristian Jarmuschek. Im Zentrum steht die Verleihung des art karlsruhe Preises, vergeben vom Land Baden-Württemberg und der Stadt Karlsruhe. Der mit 15.000 Euro dotierte Preis zeichnet die überzeugendste one:artist show aus und würdigt das künstlerische Schaffen Einzelner sowie das Engagement der präsentierenden Galerie. Jede one:artist show der Messe ist automatisch für den art karlsruhe Preis nominiert. Das ausgewählte Werk wird vom Kunstmuseum Karlsruhe für die art karlsruhe Sammlung angekauft.

Skulpturen prägen Messebild

Die Skulptur ist von Anbeginn ein prägendes Element der art karlsruhe und auch 2026 bleibt sie das Signaturmedium der Messe. In den Hallen 1, 2 und 4 laden 18 großzügige Skulpturenplätze dazu ein, Werke unterschiedlichster Materialien und Ausdrucksformen zu entdecken. Die Galerie mianki präsentiert Katharina Schnitzlers Projekt Stoff: im Wind auf ihrem Skulpturenplatz. Die Künstlerin verarbeitet historische Stoffe wie Honanseide, Samt und Leinen und setzt sie der Natur aus. Sonne, Wind und Erde zeichnen Spuren auf die Textilien, die so Patina, Narben und neue Schönheit gewinnen. Auf dem Skulpturenplatz hängen sieben bis neun großformatige Stoffarbeiten im Raum und bewegen sich im Luftzug. Ein nahezu gegensätzlicher Eindruck entsteht auf dem Skulpturenplatz von Elisa Manig (Galerie Jarmuschek + Partner, Berlin): Shakles besteht aus zwei rund fünf Meter langen Strängen aus gebogenen und gekanteten schwarzen Stahlelementen mit brünierter Oberfläche. Die Elemente sind auf Schwerlastgurte aufgefädelt, hängen parallel von der Decke herab, wiegen jeweils rund 40 Kilogramm und enden auf einem Hügel aus Kies und Geröll. 

Ergänzt werden die Skulpturenplätze durch ausgewählte Skulpturenspots in den Messeumläufen. Mit dem mit 20.000 Euro hochdotierten Loth Skulpturenpreis, gestiftet von der L Bank, würdigt die art karlsruhe 2026 erneut eine herausragende skulpturale Präsentation und unterstreicht damit ihren Anspruch, der dreidimensionalen Kunst nicht nur Raum, sondern auch Öffentlichkeit und Relevanz zu geben.

Zugang zum Kunstsammeln

Ein zentrales Anliegen bleibt der Zugang zum Kunstsammeln. „Wir möchten neue Sammlerinnen und Sammler ansprechen, mit klaren, gut kuratierten Einstiegsformaten“, sagt Olga Blaß, Projektleiterin der art karlsruhe. „Kunst zu sammeln, beginnt mit Neugier. Und endet oft mit einem besonderen Gefühl: der Freude, etwas Bleibendes gefunden zu haben.“ Mit dem start:block, der fokussierte Werkvorschläge zum Einstieg präsentiert, dem paper:square, der sich der Vielfalt des Mediums Papier widmet, und dem academy:square, der Absolvierende baden-württembergischer Kunsthochschulen sichtbar macht, setzt die Messe konkrete Anreize für eine neue Sammlergeneration. Höhepunkt dieses Engagements: der erstmals vergebene LBBW academy:square award, der die überzeugendste academy:square Position auszeichnet und eines der gezeigten Werke für die renommierte Sammlung der LBBW ankauft.

Veranstaltungen in der Stadt

Auch über die Messehallen hinaus entfaltet sich die art karlsruhe. „Die art karlsruhe ist mehr als ein Marktplatz der Kunst, auch wenn sie genau das im besten Sinne ist: ein Ort, an dem sich Angebot und Nachfrage in besonderer Weise treffen“, sagt Britta Wirtz, Geschäftsführerin der Messe Karlsruhe. „Sie verbindet Verkaufsplattform, Dialograum und Ort der Inspiration und macht die Freude am Kunstkauf ebenso spürbar wie die lebendige Verbindung zur Stadt. Ich freue mich auch in diesem Jahr wieder auf Tausende Besucherinnen und Besucher aus ganz Deutschland und aus dem Ausland, die nach Karlsruhe kommen und Kunst nicht nur bei uns auf der Messe, sondern auch bei großartigen Veranstaltungen in der ganzen Stadt erleben.“

 
 

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