Aktuelle Ausgabe

  • 14.09.2021  Messe Stuttgart unterstützt Impfkampagne des Landes

    Die Botschaft des zuständigen Landessozialministeriums ist eindeutig: „Ich bin geimpft. Du bist geimpft. Wir sind geschützt. Du entscheidest.“ Und dieses Motto will die Messe bei ihren nächsten Veranstaltungen mittragen.

  • 13.09.2021  IAA Mobility als neue globale Plattform für Mobilität etabliert

    Die erste IAA Mobility in München ist ein großer Erfolg. Die Veranstalter, Besucher und Aussteller zeigen sich sehr zufrieden mit dem neuen Konzept.

  • 10.09.2021  Grünes Licht für ILA Berlin 2022

    Das Land Berlin und das Land Brandenburg haben den Weg für die ILA 2022 geebnet. Von Mittwoch, 22. Juni, bis Samstag, 25. Juni 2022, dreht sich bei der ILA Berlin alles um die Zukunft der Luft- und Raumfahrt mit den Kernthemen Innovation, neue Technologien und Nachhaltigkeit.

  • 09.09.2021  Start in den Messe-Herbst mit Automechanika Sonderausgabe „Digital Plus“ und Hypermotion

    Den Auftakt für den Messe-Herbst machen die Automechanika Frankfurt Digital Plus, eine pandemiebedingt deutlich kleinere Ausgabe der bekannten Weltleitmesse und die Hypermotion mit rund 370 Ausstellern, die parallel vom 14. bis 16. September 2021 stattfinden.

  • 08.09.2021  Korea plant neues Großevent

    Unter dem Motto „Connecting the Island, Sea and the Future“ findet vom 17. Juli bis 16. August 2026 erstmalig die „Yeosu World Island Exhibition 2026“ im Distrikt Dolsan Jinmo auf der Halbinsel Yeosu statt.

  • 07.09.2021  Steffen Schulze leitet neuen Bereich Kommunikation und Marketing beim AUMA

    Der Verband der deutschen Messewirtschaft AUMA fasst die bislang getrennten Bereiche Öffentlichkeitsarbeit und Marketing in einem Bereich Kommunikation und Marketing zusammen. Die Leitung übernimmt Steffen Schulze (42). Er berichtet direkt an AUMA-Geschäftsführer Jörn Holtmeier.

  • 06.09.2021  Messebranche fordert maximales „Möglichmachen“ von der Politik

    Neustart für die Messe- und Ausstellungsbranche nach fast einem Jahr Corona-Aus: Seit Anfang September sind in allen 16 Bundesländern wieder Messen wieder möglich - rund 30 werden noch im September als Präsenzveranstaltung stattfinden.

  • 05.09.2021  Caravan Salon: 185.000 Besucher auf dem Düsseldorfer Messegelände

    Beim 60. Caravan Salon Düsseldorf, der wegen der aktuellen Corona-Pandemie erneut unter besonderen Vorzeichen stattgefunden hat, war die Zufriedenheit bei allen Beteiligten nach zehn Messetagen groß.

  • 02.09.2021  Neustart für Kongresse und Tagungen in Leipzig

    Die Zeichen stehen auf Neustart, die Kalender von Congress Center Leipzig (CCL) und der Kongresshalle am Zoo Leipzig füllen sich im Herbst 2021 wieder. Nach der pandemiebedingten Pause sind Veranstaltungen nach aktueller Sächsischer Corona-Schutz-Verordnung (CSV) wieder möglich.

  • 01.09.2021  Veranstaltungsbranche beurteilt Geschäftslage weiterhin als schlecht

    Seit vier Monaten erhebt das ifo-Institut unter Unternehmen der Veranstaltungsbranche eine neue Konjunkturumfrage. Der fwd: Bundesvereinigung Veranstaltungsbranche zieht ein erstes Fazit.

  • 31.08.2021  In zehn Tagen starten die Platformers’ Days

    Die Fachmesse für mobile Hebe- und Höhenzugangstechnik gibt vom 10. bis 11. September ihr Debüt am neuen Standort in der Messe Karlsruhe.

  • 30.08.2021  IAA Mobility 2021 Premiere in München

    Die IAA Mobility 2021 findet vom 7. bis 12. September in München statt. Damit ist die IAA Mobility die erste internationale Großveranstaltung in Deutschland nach den Lockdown-Beschränkungen, so die Messe München.

  • 27.08.2021  Digital-Imaging-Branche geht neue Wege in der Produktpräsentation

    Die Photopia Hamburg (23. bis 26. September) und das Reeperbahn-Festival (22. bis 25. September) werden Hamburg fünf Tage lang zur angesagtesten Fotokunst- und Kultur- und Musik-Metropole in Deutschland machen.

  • 26.08.2021  Fahrradneuheiten stimmen auf die 29. Eurobike ein

    Als eine der ersten großen internationalen Messen in Deutschland und Europa öffnet die Fahrradleitmesse Eurobike vom 1. bis zum 4. September 2021 erstmals seit 2019 wieder ihre Tore.

  • 25.08.2021  Sicherer Messebesuch in Frankfurt

    Die ersten Präsenzmessen konnten wieder durchgeführt werden. Die Messe Frankfurt ist mit einem im Livebetrieb erprobten Schutz- und Hygienekonzept unter Einbeziehung der drei „Gs“ bereit für den Neustart. Im September sind die nächsten Livemessen geplant.

  • 24.08.2021  Koelnmesse legt Confex-Grundstein und präsentiert neue Halle 1

    Gemeinsam mit zahlreichen Gäste aus Wirtschaft, Politik und Medien hat die Koelnmesse am 24. August ein Ereignis mit Symbolkraft gefeiert.

  • 23.08.2021  Neue Fachmesse für Schmierstoffe kommt nach Essen

    Die Messe Essen erweitert ihr Portfolio um eine zusätzliche internationale Fachmesse: Vom 6. bis 8. September 2022 gastiert die neue Lubricant Expo des britischen Veranstalters Event Partners in der Ruhrgebietsstadt.

  • 20.08.2021  mac setzt Projekt für Bosch auf der IAA mobility in München um

    Das Unternehmen mac wird den Messeauftritt für Bosch auf der IAA in München verwirklichen. “Wir freuen uns sehr, drei Messestände für Bosch umsetzen zu können”, sagt Stefan Trieb, Geschäftsführer von mac. Die IAA Mobility findet vom 7. bis 12. September in München statt.

  • 19.08.2021  Vok Dams freut sich über Planungssicherheit von Events

    In dieser Woche wurden die ersten angepassten Covid-19-Schutzverordnungen der Länder veröffentlicht. Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg gehen hier voran. In beiden Ländern ersetzt die 3G-Regel das Inzidenz-Stufenmodell.

  • 18.08.2021  Neues Format: Zukunft Handwerk im März 2022

    Vom 9. bis 11. März 2022 findet die Veranstaltung „Zukunft Handwerk“ im Internationalen Congress Center München (ICM) statt.

Gutachten: Fehlende Chancengleichheit zwischen öffentlichen und privatwirtschaftlichen Messeunternehmen

06.07.2021

Justus Haucap, Professor für Wettbewerbstheorie und -politik an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, untersuchte die „Chancengleichheit am Messestandort Deutschland“. Die Ergebnisse wurden im Rahmen der FAMA-Messefachtagung in Hannover vorgestellt.

Durch die Pandemie hat sich die wettbewerbsrechtliche Chancen-Ungleichheit und Asymmetrie im Wettbewerb von öffentlichen und privaten Messeunternehmen nochmals verschärft, heißt es: Viele private Veranstalter haben das Nachsehen, einige stehen vor dem Aus. Der FAMA hebt nachfolgend hervor:

Der Messestandort Deutschland ist weltweit einmalig. Vier der zehn größten Messegelände der Welt sind hier beheimatet, fünf der zehn umsatzstärksten Messeveranstalter sind hier ansässig und zwei Drittel aller weltweiten Leitmessen finden auf deutschem Boden statt. Doch nicht nur in seiner Leistungsfähigkeit ist der Messestandort Deutschland einzigartig in der Welt – auch in seiner Struktur und dem Geschäftsmodell dahinter. Denn im Unterschied zum „Rest“ der Welt ist das Mutterland der Messen geprägt von öffentlichen Messegesellschaften im Besitz von Stadt und Land sowie privaten, inhabergeführten und verbandsnahen Messeveranstaltern ohne Grund und Boden. Erste betreiben die Geländeinfrastruktur und treten gleichzeitig als Veranstalter mit ihren sogenannten „Eigenmessen“ auf. Die Zweiten dagegen, vielfach familiengeführte Unternehmen sind „reine“ Gastveranstalter – zwar mit gutem Grund, aber eben ohne eigenen Boden, so dass sie ihre Hallen anmieten müssen.

Defizite in Milliarden-Höhe im zweiten Jahr in Folge
Normalerweise prägen diese Veranstaltungen sie das Messegeschehen in Deutschland zu gut einem Viertel. Doch was ist in der Pandemie schon normal: Mehr als 1.000 Messen wurden seit dem ersten Lockdown allein in Deutschland abgesagt, fast 5.000 sind es weltweit. Und auch im laufenden Jahr erwartet die Branche, dass 70 Prozent der Veranstaltungen nicht stattfinden werden. „Defizite in Milliardenhöhe im zweiten Jahr in Folge“, erwartet deshalb Henning Könicke, geschäftsführender Vorstandsvorsitzender des FAMA.

Und damit beginnt das eigentliche Problem: Während die Verluste der öffentlichen Messe­gesell­schaften aus Mitteln der Kommunen und Länder ausgeglichen werden und darüber hinaus weitere 642 Millionen Euro vom Bund zur Verfügung stehen, die ausschließlich den Betreibern der Messe- und Kongresszentren zur Überbrückung zufließen, stehen den privaten Veranstaltern lediglich Mittel aus der Überbrückungshilfe III zu. Angesichts des nahezu vollständigen Umsatzausfalls seit März 2020 reichen diese jedoch nicht aus. 

Die Konsequenzen daraus sind gravierend. Das unterstreicht auch Professor Justus Haucap in seinem Gutachten: „Die derzeitigen staatlichen Hilfsmaßnahmen für die Messewirtschaft in Deutschland verschärfen die ohnehin bestehende Asymmetrie im deutschen Messemarkt und drohen zur Wettbewerbsverzerrung zwischen öffentlichen und privaten Unternehmen zu werden“, so Professor Haucap in seinem Gutachten. Denn die zur Verfügung gestellten Mittel dienen keineswegs nur dem Erhalt der Infrastruktur; mit ihnen werden auch die Defizite aus dem operativen Veranstaltungsgeschäft abgefedert: „Diese Konstellation mit den Vorteilen eines eigenen Messegeländes und der öffentlichen finanziellen Absicherung generiert klare Wettbewerbsvorteile“, so Haucap, „das ist so, als würde ein Flughafen gleichzeitig eine Airline betreiben.“

Gefahr der Selbstbevorzugung vertikal integrierter Messegesellschaften
In dieser Konvergenz der Geschäftsmodelle, für die es nach Einschätzung von Haucap keinen öffentlichen Auftrag gebe, nimmt auch der „Reiz der Selbstbevorzugung durch die vertikal integrierte Doppelfunktion als Messeplatzbetreiber und Messeveranstalter zu.“ Dazu könne es zählen, dass Benachteiligungen etwa beim Zugang zu Messe-Terminen entstehen und der Marktzutritt bestehender oder potenzieller Wettbewerber behindert werde, da es keinen regulierten Zugang wie beispielsweise beim Schienenverkehr, den Stromnetzen oder der Telekommunikation gebe: „Ohne konkrete Regelungen kann es keine echte Chancengleichheit beziehungsweise einen funktionierenden Wettbewerb am Messestandort Deutschland geben“, so sein abschließendes Fazit.

Eine Grundlage dafür könnte im ersten Schritt Verständigung auf einen „Code of Conduct“ sein, wie ihn der FAMA bereits 2016 vorgelegt hat, um faire Wettbewerbsbedingungen bei der Terminvergabe, dem transparenten und fairen Umgang sowie dem Schutz von Veranstaltungsthemen zu er­möglichen. Bislang wurde dieser Code of Conduct noch von keiner der großen öffentlichen Messegesellschaften unterzeichnet.

Dazu Henning Könicke: „Die Sicherung der Infrastruktur am Messeplatz Deutschland ist zwingend notwendig. Sie ist aus volkswirtschaftlicher Sicht sinnvoll, um die Leistungsfähigkeit des Messestandorts Deutschland zu erhalten. Es ist jedoch sicher nachvollziehbar, dass auch die privaten und verbandseigenen Messeunternehmen, darauf angewiesen sind, dass sie beim Erhalt Ihrer Messen ebenso unterstützt werden und die aktuelle Not-Situation nicht dazu führt, dass die Liquiditätshilfe für die öffentlichen Gesellschaften für Übernahmen und den Aufbau zusätzlicher Wettbewerbsveranstaltungen genutzt werden. Wir jedenfalls sind bereit zum Dialog – mit den öffentlichen Messegesellschaften und der Politik in ihrer ordnungspolitischen Verantwortung“. Eine weitere Prüfung und Bewertung der Ergebnisse stehe nach seinen Worten noch aus.

 
 

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