88. UFI-Weltkongress: Von Angesicht zu Angesicht

Pandemiebedingt war das globale Treffen des internationalen Messeverbandes zuletzt ein digitales Ereignis. Nun ist vom 3. bis 6. November wieder face-to-face angesagt.

Bereits im Frühjahr 2021 putzte sich Rotterdam Ahoy für den Eurovision Song Contest heraus. (Photo: Iris van den Broek)
Bereits im Frühjahr 2021 putzte sich Rotterdam Ahoy für den Eurovision Song Contest heraus. (Photo: Iris van den Broek)

Die Sommermonate waren für die UFI eine umtriebige Zeit. Intensiv wurde an der Vorbereitung des Weltkongresses gearbeitet, der 2021 bei Ahoy in Rotterdam stattfindet. Für alle Teilnehmer werden die Tage in der wichtigsten europäischen Hafenstadt ganz besondere Momente sein. „Wir konnten uns seit der Tagung in Bangkok, 2019, nicht mehr als Community treffen“, skizziert Anbu Varathan. „Der Kongress in Rotterdam wird somit der erste Anlass sein, unsere globale Gemeinschaft wieder von Angesicht zu Angesicht zusammenzubringen“, freut sich der UFI-Präsident und Generaldirektor des Bangalore International Exhibition Centre. Er hebt die Kombination hervor, auf internationalem Parkett netzwerken zu können und sich gleichzeitig Wissen anzueignen: „Es ist eine Gelegenheit, um Einblicke in Themen von strategischer Bedeutung zu gewinnen“, formuliert Varathan. „Genauso in Trends und Herausforderungen, denen die Messewelt gegenwärtig begegnet.“

Der Weltkongress in den Niederlanden findet vor dem Hintergrund einer deutlich verbesserten Stimmung innerhalb der Branche statt. Dies ergibt sich aus dem jüngsten „UFI Global Barometer“. Es wurde Ende Juli veröffentlicht und enthält Daten von 474 Unternehmen aus 64 Ländern und Regionen. „Die Resultate zeigen den starken Einfluss der Covid-19-Pandemie auf das internationale Messegeschehen im Jahr 2020“, berichtet Anbu Varathan. „Schrittweise verbessert sich die Situation“, so der UFI-Präsident. „Und es gibt einen starken Glauben, dass der Sektor wieder auf die Füße kommt – getrieben von physischen Messen und Geschäftsveranstaltungen.“ Verglichen mit der letzten Befragung im Januar gibt es signifikante Stimmungsveränderungen: So hat der Anteil der Unternehmen, die für das letzte Quartal 2021 „keine Aktivitäten“ erwarten, deutlich abgenommen – von 53 auf weniger als zehn Prozent. Der Anteil der Firmen, die mit „normaler Aktivität“ rechnen, stieg binnen sechs Monaten von zwölf auf fast 50 Prozent. Als entscheidender Faktor für das neuerliche Wiederaufblühen der Messelandschaft wird das Fallen von Reisebeschränkungen angesehen.

"Seit Bangkok, 2019, konnten wir uns nicht mehr als Community treffen.” (Photo: TCEB)
"Seit Bangkok, 2019, konnten wir uns nicht mehr als Community treffen.” (Photo: TCEB)

Tag eins in Rotterdam ist vor allem den Verbandsgremien vorbehalten. Danach eröffnet Anbu Varathan den fachlichen Teil am zweiten Tag des Kongresses – zusammen mit UFI-Geschäftsführer Kai Hattendorf und Monica Lee-Müller, die als UFI-Präsidentin 2021/22 amtieren wird. Am Vormittag gibt es Updates aus verschiedenen Weltregionen und eine „Strategy Power Hour“: Namhafte Redner beschäftigen sich mit dem Zustand von Messebranche und globaler Wirtschaft. Sie reflektieren, wie sich der Messesektor gegenüber den Vor-Pandemie-Zeiten geändert hat. Am Nachmittag wird demonstriert, was Messen stetig nachhaltiger macht. Eine Fallstudie verdeutlicht anschließend, auf welche Weise sich ein hybrides Ereignis entwickeln lässt. Die ‚Case Study‘ beschäftigt sich mit dem Eurovision Song Contest, der 2021 im Ahoy durchgeführt wurde – es folgt „Digitales und Daten“. Einen Schwerpunkt des dritten Kongresstages bilden die „Special Interests Groups“. Bei diesen Gruppen werden Teilnehmer aktiv in Themen involviert, die sie besonders interessieren. Und: Am letzten Tag steht die traditionelle „Post Congress Tour“ auf der Agenda (www.uficongress.org).

Autor: Peter Borstel

Dieser Artikel ist erschienen in TFI Heft 3/2021

 
 

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