Deutschland: Die Digitalisierung im Gesundheitssektor

Europas wichtigster Treffpunkt der Digital Health-Branche wechselt nächstes Jahr von Berlin nach München. Der Markt für Software, Hardware und Services in diesem Bereich wächst.

Geschäftsführungen und Kooperationspartner (v.l.): Reinhard Pfeiffer (Messe München), Matthias Meierhofer (bvitg), Dagmar Brandenstein (bvitg), Sascha Raddatz (bvitg), Stefan Rummel (Messe München). (Photo: Messe München)
Geschäftsführungen und Kooperationspartner (v.l.): Reinhard Pfeiffer (Messe München), Matthias Meierhofer (bvitg), Dagmar Brandenstein (bvitg), Sascha Raddatz (bvitg), Stefan Rummel (Messe München). (Photo: Messe München)

Vor wenigen Monaten gaben der Bundesverband Gesundheits-IT (bvitg) und die Messe München eine Kooperation zur gemeinsamen Durchführung der DMEA bekannt. Europas führendes Ereignis für die Digitalisierung im Gesundheitssektor findet vom 13. bis 15. April 2027 erstmals am Messeplatz München statt. Erwartet werden dann mehr als 20.000 Besucherinnen und Besucher und über 800 Aussteller. „Industrie, Forschung und Selbstverwaltung bündeln hier ihre Kompetenzen gezielt zum Vorteil der Kunden und Patienten“, sagt Matthias Meierhofer, bvitg-Vorstandsvorsitzender. Gleichzeitig „steht die DMEA für Qualität, Kompetenz und Innovationsaustausch auf höchstem Niveau“, wie Reinhard Pfeiffer und Stefan Rummel betonen. „Wir freuen uns, die Veranstaltung gemeinsam mit dem bvitg und der gesamten Branche in München weiterzuentwickeln“, erklären die beiden Geschäftsführer der Messe München.

Das jährlich stattfindende Branchenevent bietet Expertinnen und Experten aus Praxis, IT, Politik und Wissenschaft eine gemeinsame Plattform für den Austausch. Im Fokus stehen dabei Produkte, Trends und Innovationen rund um Digitalisierung und IT im Gesundheitsbereich. Die DMEA gilt als zentraler Treffpunkt für medizinischen Fortschritt und Digital Health-Anwendungen, betonen die Verantwortlichen. Prognosen zufolge wächst der weltweite Markt für Software, Hardware und Services in diesem Bereich spürbar. Bis zum Jahr 2030 dürfte er um weit mehr als 20 Prozent zulegen. Allein in Europa wird bis dahin von einem Marktvolumen von rund 230 Milliarden Euro gerechnet.

ESC-Kongress: Die Messe München besitzt große Erfahrung bei der Ausrichtung medizinischer Ereignisse. (Photo: Messe München)
ESC-Kongress: Die Messe München besitzt große Erfahrung bei der Ausrichtung medizinischer Ereignisse. (Photo: Messe München)

Die Messe München bringt in die Kooperation ihre Erfahrung aus der langjährigen Durchführung von weltweit führenden Leitmessen ein – und das Know-how von internationalen Großveranstaltungen im Medizinumfeld. Der bvitg wiederum steuert die umfassende Branchenkompetenz, die vertrauensvolle Marke und das Marktwissen bei. Zusammen werden künftig die inhaltliche Ausrichtung, das Programm und die organisatorischen Rahmenbedingungen der Veranstaltung ausgebaut, wird hervorgehoben. Die weitere Internationalisierung der DMEA soll ebenfalls vorangetrieben werden. Auch die Branche befürwortet die Neuausrichtung, hebt die Messe München hervor. Wichtige Vertreter hätten den Schritt begrüßt und die Bedeutung eines zentralen Treffpunkts der Branche betont: „Die DMEA steht für eine digitale Gesundheitsversorgung, die überall in Deutschland spürbar besser wird“, beobachtet Bernhard Calmer. „Ein Standort wie München verbindet das mit einem der stärksten Hightech- und Innovations-Ökosysteme Europas – mit Kliniken, Forschung, MedTech, Start-ups und Industrie in direkter Nähe“, betätigt der Geschäftsführer bei CGM Clinical Europe.

Bereits 2026 freuen sich die Messe München und ihre Locations über ein starkes Kongressjahr mit renommierten medizinischen Veranstaltungen. Durchgeführt wurden und werden unter anderem der Kongress der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin, ESCMID Global und der ESC-Kongress (www.messe-muenchen.de).

Autor: Peter Borstel

Dieser Artikel ist erschienen in TFI Heft 1/2026

 
 

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