Österreich: Alpine Themen in Innsbruck und Salzburg

Gebirgslandschaften wie die Alpen stellen besondere Herausforderungen an Mensch und Infrastruktur. Die „Viatec“ und die„acqua alta alpina“zeigen Lösungen auf.

Naturgefahrenmanagement: Michael Gelinek (Messeberater), Henrik Häcker, Michaela Glinz (beide Messezentrum Salzburg) und Leonhard Krimpelstätter (Hochwasserschutz). (Photo: Messezentrum Salzburg / Wild + Team)
Naturgefahrenmanagement: Michael Gelinek (Messeberater), Henrik Häcker, Michaela Glinz (beide Messezentrum Salzburg) und Leonhard Krimpelstätter (Hochwasserschutz). (Photo: Messezentrum Salzburg / Wild + Team)

Nachdem die Viatec 2013 turnusgemäß in Bozen ausgerichtet wurde, findet sie vom 19. bis 21. Februar 2014 wieder in der Messe Innsbruck statt: Die 10. internationale Fachmesse für alpine Verkehrsinfrastruktur beschäftigt sich mit allen Facetten des Straßen-, Brücken und Tunnelbaus und deren Erhaltung. „Die Viatec ist eine noch immer im Aufbau begriffene Messe“, erläutert Christian Mayerhofer. „Wir erwarten rund 100 Aussteller, 2.000 Besucher und 600 Kongressteilnehmer“, sagt der Geschäftsführer von Congress und Messe Innsbruck. Begleitend wird die Viatec von der Innocom, die erstmals in der Olympiastadt stattfindet. Westösterreichs größte Kommunalmesse gibt einen umfassenden Überblick über die Leistungen des Beschaffungsverbunds Gemnova – und über praktische Konzepte für die aktive Gestaltung der Zukunft von Tiroler Gemeinden, Städten und Regionen. „Die Messe dient auch als Informations- und Kommunikationsplattform für Bürgermeister, Amtsleiter und Gemeindemitarbeiter aus Tirol“, sagt Mayerhofer.   

Das umfassende Vortragsprogramm der Viatec widmet sich Straßenerhaltung, Lawinenschutz, Fuhrparkmanagement und Haftungsfragen. Parallel dazu tagt der Brennercongress, ein internationales Symposium, das sich mit dem Jahrhundertprojekt Brennerbasistunnel befasst. Der Brennerbasistunnel soll im Jahr 2025 fertig werden. Dann werden Güter- und Personenzüge durch den Brenner von Tulfes in Tirol nach Franzensfeste in Italien fahren. Der Tunnel wird eine Gesamtlänge von 64 Kilometern aufweisen, es entsteht die längste unterirdische Eisenbahnverbindung weltweit. Zur österreichisch-italienischen Zusammenarbeit passt der jährliche Wechsel von Viatec und Innocom mit Bozen. Er dient – ähnlich wie bei den Wintertechnologiemessen Interalpin (Innsbruck) und Prowinter (Bozen) – der Erschließung eines größeren Einzugsgebietes. „Bozen ist sehr Italien-orientiert“, erklärt Christian Mayerhofer. „Wir decken den restlichen Markt ab, vor allem den deutschsprachigen Raum, aber auch Osteuropa“ (www.cmi.at).

Innsbrucks Messe- und Kongresschef Christian Mayerhofer im Ausstellerdialog. (Photo: Congress und Messe Insbruck)
Innsbrucks Messe- und Kongresschef Christian Mayerhofer im Ausstellerdialog. (Photo: Congress und Messe Insbruck)

Besonders die alpinen Regionen wie Tschechien, Österreich, Bayern, Schweiz, Südtirol und die Slowakei werden von Naturkatastrophen heimgesucht. „Die ganzheitliche Betrachtung dieser Thematik und die Wichtigkeit für die Alpenländer haben wir erkannt“, berichtet Henrik Häcker. „Wir bieten daher wieder die Kongressmesse für alpine Lebensraumsicherung an“, betont der Geschäftsführer des Messezentrums Salzburg: Vom 12. bis 14. März 2014 widmet sich die „acqua alta alpina“ dem Naturgefahrenmanagement. Wenn von Naturkatastrophen gesprochen wird, geht es insbesondere um Lawinen, Murenabgänge, Steinschläge oder Hochwasser und die Gefahrenzonenplanung. Das Thema ist durchaus aktuell: Nachdem Juni des vergangenen Jahres die Regenfälle nicht mehr aufhörten und die Pegelstände vieler Flüsse bedrohlich anstiegen, wurden viele Gemeinden zu Katastrophengebieten erklärt.

Ganz besonders waren die Gebiete in Ober- und Niederösterreich betroffen, während sich in Tirol und der Stadt Salzburg die Situation etwas schneller wieder entspannte. Teilweise lagen die Pegelstände von Donau, Inn und Salzach über den Werten des Jahrhunterthochwassers von 2002. Dass in der Stadt Salzburg die drohende Katastrophe noch einmal abgewendet werden konnte, lag unter anderem an den seinerzeit installierten Hochwasserschutzanlagen. In der Summe waren damals rund 14 Millionen Euro innerhalb der Stadtgrenzen investiert worden. Die bereits zweimal durchgeführte acqua alta alpina wird 2014 um zwei inhaltliche Felder erweitert. Hinzu kommen die forst austria, Kongressmesse für Bergwaldbewirtschaftung, und die hydropower, Kongressmesse für Wasserkraft. „Damit werden alle Themen rund um die alpine Lebensraumsicherung abgedeckt“ (www.messezentrum-salzburg.at).

 
 
 
 

Messe Wels: Neuer Geschäftszweig

Michael Horninger (l.), Robert Schneider (Photo: Messe Wels)
Michael Horninger (l.), Robert Schneider (Photo: Messe Wels)

Wurden in Wels bislang die Aussteller beim Standbau von Drittunternehmen bedient, können diese Dienstleistungen nunmehr direkt angeboten werden. Der Geschäftszweig Messebau wird ab seit Oktober über die Marke „Wedesign“ abgedeckt. Die Kundennähe war auch für die Messe Wels das Hauptargument für die Gründung. „Wir wollen unsere Kunden optimal betreuen“, sagt Robert Schneider. „Das können wir am besten direkt hier vor Ort“, so der Geschäftsführer der Messe Wels. Als Leiter für den Geschäftszweig Messebau konnte Michael Horninger gewonnen werden. Er verfügt über 15 Jahre Erfahrung in Messestandplanung und Eventbau. Das ehrgeizige Projekt soll gleich zu Beginn eine Abdeckung aller Messen in Wels bringen, in Zukunft aber darüber hinaus auch „in andere Veranstaltungsstandorte wachsen“. Die Vorzeichen sind dabei gut. „Es läuft großartig“, betont Messechef Robert Schneider. „Bereits vor dem offiziellen Start läuteten die Telefone und wir hatten bereits viele Kontakte mit Ausstellern.“ Der Geschäftszweig Messebau Wedesign deckt alle Aufgaben im Bereich Eventbau und Messestandbau ab – vom Standard-Messestand bis zum Individualstand in Designerqualität, vom Herstellen von Messewänden bis zur kompletten Möblierung und Ausstattung mit hochwertiger Veranstaltungsinfrastruktur. Die Wortkreation „Wedesign“ verweist nicht nur auf die unmittelbare, nahe Betreuung in Wels. Sondern auch auf das Credo der Gemeinsamkeit und Teamorientierung im Sinne eines Wir-Gefühls zwischen Kunde und Auftragnehmer (www.wedesign.at).

 
 

Autor: Peter Borstel

Dieser Artikel ist erschienen in TFI Heft 1/2014

 
 

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