Messebau Zulieferer: Im Showroom kam der Geistesblitz

Das Beispiel mit Syma verdeutlicht: Ein Systembaukasten liefert nicht nur Konstruktionen. Es kann auch als Ideengeber für Markenauftritte auf Messen dienen.

Senn & Widmer: Seine Feuerprobe absolvierte der Stand auf der Swissbau 2026 in Basel. (Foto: Syma)
Senn & Widmer: Seine Feuerprobe absolvierte der Stand auf der Swissbau 2026 in Basel. (Foto: Syma)

Am Anfang steht die Idee. Designer liefern Entwürfe, Messebauer übersetzen sie in die dritte Dimension. Oft lassen aber auch Messebausysteme neue Gestaltungsideen entstehen. Die Schweizer Senn & Widmer AG ist ein Unternehmen für Boden- und Wandbeschichtungen. Sie stand vor der Entscheidung: Messeauftritte wie bisher oder besser. Und besser hieß, dass ein neuer Auftritt deutlicher aus dem Umfeld herausstechen sollte. Das Wie – damit wandte sich Senn und Widmer über seinen Messebauer an Syma, einen führenden Anbieter variabler Messestand-Bausysteme. Es blieb das Was: Sollte ein Auftritt mit einem kompakten Starter-Set oder ein kompletter Design-Entwurf entstehen? Die Antwort lautete: größer. Und die ergab sich, wörtlich genommen, im Augenblick: bei einem Besuch bei Syma in Kirchberg bei Zürich. Hier fiel Senn und Widmer ein Doppelstock-Musterbau mit Obergeschoss auf. Das Mehrgeschoss-System Syma Cubic überzeugte auf Anhieb mit seiner klaren, offenen Architektur. „Auf der Syma-Website habe ich ein Starter-Set gesehen. Das fand ich interessant und wollte es mir live anschauen. Also bin ich nach Kirchberg gefahren“, erinnert sich Thomas Senn. „Dann aber stand im Showroom der schwarze Cubic-Aufbau. Und das war eigentlich Falling in love auf den ersten Blick“, so der Gründer von Senn und Widmer.

So fiel die Entscheidung. Seither bewirtet Sinn und Widmer seine Gäste in einer Lounge im Obergeschoss. Nebenan finden Interessentengespräche in ruhigen Besprechungsräumen statt. Im Untergeschoss kommt das allgemeine Messepublikum mit der Produktwelt in Berührung. Für den Messeboden liefert Senn & Widmer die Beläge: Sie sind das Kerngeschäft des Ausstellers. Der aber möchte auch sinnlich erlebbar machen, was er zu bieten hat. Deshalb können die Standbesucher die fugenlosen Boden- und Wandbeschichtungen für Läden, Küchen oder Nasszellen auf Augenhöhe begutachten und berühren. Die Oberflächen des Sortiments wurden in Wände aus Syma System 30- und Syma Molto-Stützen eingepasst. Zurück aber zur Fernwirkung, einem der Ziele des Ausstellers, um Aufmerksamkeit zu gewinnen: Wer die Halle betritt, sieht sofort die freistehende leuchtende Wand. Ihr strahlendes Geheimnis heißt Syma Lightbox, ein System für groß dimensionierte, homogen hinterleuchtete Grafikbauten. Ein Großteil der Rückwände des Standbaus besteht aus Syma Molto-Systemen, die mit bedruckten Segelstoffen verkleidet und beleuchtet werden.

Ein Großteil der Rückwände des Standbaus besteht aus Syma Molto-Systemen. (Foto: Syma)
Ein Großteil der Rückwände des Standbaus besteht aus Syma Molto-Systemen. (Foto: Syma)

Seine Feuerprobe absolvierte der Stand auf der Bau- und Immobilienfachmesse Swissbau 2026 in Basel. Hier sorgte er für Aufmerksamkeit und bot den Rahmen für intensive Kundengespräche – und nicht nur dort: „Wir haben den Stand innerhalb kurzer Zeit schon mehrfach eingesetzt und neue Kunden gewonnen, die wir ohne diese Messeauftritte sicher nicht kennengelernt hätten“, erklärt Thomas Senn und ergänzt: „Wir setzen ihn weiter ein, passen ihn an und erweitern ihn.“ Was dem Aussteller entgegenkommt: Der Auftritt kann nicht nur für jede Flächengröße adaptiert werden. Auch der Auf- und Abbau der Stände gestaltet sich äußerst einfach. Nach einer Einführung durch Syma kann das Aussteller-Team allmählich alles rings um die Auftritte selbst übernehmen (www.syma.com).

 
 

Autor: Jens Kügler

Dieser Artikel ist erschienen in TFI Heft 2/2026

 
 

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