Das Beispiel mit Syma verdeutlicht: Ein Systembaukasten liefert nicht nur Konstruktionen. Es kann auch als Ideengeber für Markenauftritte auf Messen dienen.
Am Anfang steht die Idee. Designer liefern Entwürfe,
Messebauer übersetzen sie in die dritte Dimension. Oft lassen aber auch
Messebausysteme neue Gestaltungsideen entstehen. Die Schweizer Senn &
Widmer AG ist ein Unternehmen für Boden- und Wandbeschichtungen. Sie stand vor
der Entscheidung: Messeauftritte wie bisher oder besser. Und besser hieß, dass
ein neuer Auftritt deutlicher aus dem Umfeld herausstechen sollte. Das Wie –
damit wandte sich Senn und Widmer über seinen Messebauer an Syma, einen
führenden Anbieter variabler Messestand-Bausysteme. Es blieb das Was: Sollte
ein Auftritt mit einem kompakten Starter-Set oder ein kompletter Design-Entwurf
entstehen? Die Antwort lautete: größer. Und die ergab sich, wörtlich genommen,
im Augenblick: bei einem Besuch bei Syma in Kirchberg bei Zürich. Hier fiel
Senn und Widmer ein Doppelstock-Musterbau mit Obergeschoss auf. Das
Mehrgeschoss-System Syma Cubic überzeugte auf Anhieb mit seiner klaren, offenen
Architektur. „Auf der Syma-Website habe ich ein Starter-Set gesehen. Das fand
ich interessant und wollte es mir live anschauen. Also bin ich nach Kirchberg
gefahren“, erinnert sich Thomas Senn. „Dann aber stand im Showroom der schwarze
Cubic-Aufbau. Und das war eigentlich Falling in love auf den ersten Blick“, so
der Gründer von Senn und Widmer.
So fiel die Entscheidung. Seither bewirtet Sinn und
Widmer seine Gäste in einer Lounge im Obergeschoss. Nebenan finden
Interessentengespräche in ruhigen Besprechungsräumen statt. Im Untergeschoss
kommt das allgemeine Messepublikum mit der Produktwelt in Berührung. Für den
Messeboden liefert Senn & Widmer die Beläge: Sie sind das Kerngeschäft des
Ausstellers. Der aber möchte auch sinnlich erlebbar machen, was er zu bieten
hat. Deshalb können die Standbesucher die fugenlosen Boden- und
Wandbeschichtungen für Läden, Küchen oder Nasszellen auf Augenhöhe begutachten
und berühren. Die Oberflächen des Sortiments wurden in Wände aus Syma System
30- und Syma Molto-Stützen eingepasst. Zurück aber zur Fernwirkung, einem der
Ziele des Ausstellers, um Aufmerksamkeit zu gewinnen: Wer die Halle betritt,
sieht sofort die freistehende leuchtende Wand. Ihr strahlendes Geheimnis heißt
Syma Lightbox, ein System für groß dimensionierte, homogen hinterleuchtete
Grafikbauten. Ein Großteil der Rückwände des Standbaus besteht aus Syma
Molto-Systemen, die mit bedruckten Segelstoffen verkleidet und beleuchtet
werden.
Seine Feuerprobe absolvierte der Stand auf der Bau-
und Immobilienfachmesse Swissbau 2026 in Basel. Hier sorgte er für
Aufmerksamkeit und bot den Rahmen für intensive Kundengespräche – und nicht nur
dort: „Wir haben den Stand innerhalb kurzer Zeit schon mehrfach eingesetzt und
neue Kunden gewonnen, die wir ohne diese Messeauftritte sicher nicht
kennengelernt hätten“, erklärt Thomas Senn und ergänzt: „Wir setzen ihn weiter
ein, passen ihn an und erweitern ihn.“ Was dem Aussteller entgegenkommt: Der
Auftritt kann nicht nur für jede Flächengröße adaptiert werden. Auch der Auf-
und Abbau der Stände gestaltet sich äußerst einfach. Nach einer Einführung
durch Syma kann das Aussteller-Team allmählich alles rings um die Auftritte
selbst übernehmen (www.syma.com).
Autor: Jens Kügler
Dieser Artikel ist erschienen in TFI Heft 2/2026
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