EIBTM 2013: Ein bisschen mehr Barcelona

Seit ihrem Wechsel aus Genf findet die EIBTM bereits zum zehnten Mal in Katalonien statt. Zu diesem kleinen Jubiläum gönnen ihr die Verantwortlichen ein neues Outfit.

Volles Haus: Künftig sollen die Besucherströme auf der EIBTM weniger stockend und dafür gleichmäßiger verlaufen. (Photo: Reed Travel Exhibitions)
Volles Haus: Künftig sollen die Besucherströme auf der EIBTM weniger stockend und dafür gleichmäßiger verlaufen. (Photo: Reed Travel Exhibitions)

Wenn die EIBTM vom 19. bis 21. November ihre Türen in der Fira Gran Via öffnet, wird einiges anders sein. Der internationale MICE-Treffpunkt beginnt nicht nur eine Woche früher als gewohnt. Auch das Erscheinungsbild in Barcelona wird sich spürbar verändern. Die Verantwortlichen von Reed Travel Exhibitions möchten die mehr als 3.000 Aussteller und 10.000 Einkäufer in einem frischen Look empfangen. Natürlich bleibt die Schlüsselfunktion der Messe bestehen – Anbieter und Nachfrager zusammenzubringen. Allerdings bestand Handlungsbedarf, die Umgestaltung der Veranstaltung ist kein Selbstzweck. Ein neues „Layout“ soll einen schnelleren Besucherstrom sicherstellen, der in der Vergangenheit auf dem Hauptgang mitunter ins Stocken geraten ist. Durch die neue Wegeführung streben die Organisatoren eine gleichmäßigere Verteilung der MICE-Fachleute auf alle Ausstellerstände an. Das dient dem Return on Investment der jeweiligen Messebeteiligungen, heißt es bei Reed.   

Doch es geht nicht nur ums knallharte Geschäft. Darüber hinaus wird das unmittelbare Messeumfeld für die Beteiligten noch attraktiver und angenehmer gestaltet werden. Schon bei der Ankunft stoßen die Besucher auf einen veränderten Eingangsbereich, wo künftig Entspannung angesagt ist. Zwei neue Informationsanlaufpunkte, Sitzgelegenheiten im Loungestil und eine „Fläche für zentrale Aktivitäten“ sind dafür angedacht. Großzügiger stellt sich die Messe ebenso im Ausstellungsbereich der Halle dar: Auf zwei „Piazzas“ gibt es mehr Raum zum Netzwerken unter den Teilnehmern. Gleichzeitig dienen diese beiden Plätze der gastronomischen Versorgung der Gäste. Auch soll das bisherige kulinarische Messeangebot um lokale Speisen und Getränke erweitert werden. Geplant ist, dadurch ein bisschen mehr „Barcelona-Gefühl“ auf die EIBTM zu bringen. So sorgt etwa eine Auswahl traditioneller katalanischer Tapas für Lokalkolorit.

 
 
 
 
Im November wird es in Barcelona viele Gelegenheiten zum Netzwerken geben. (Photo: Reed Travel Exhibitions)
Im November wird es in Barcelona viele Gelegenheiten zum Netzwerken geben. (Photo: Reed Travel Exhibitions)

Eine Erweiterung anderer Art betrifft das Ausstellungsgeschehen. Dieses Jahr dürfte das „Technology Village“ noch größer werden. Hintergrund ist die wachsende Nachfrage nach technologischen Lösungen für den MICE-Bereich. Diverse IT- und Software-Dienstleister werden wieder vertreten sein. Neben Hightech stehen auf der EIBTM aber natürlich besonders die Destinationen im Mittelpunkt. Gute Zeiten kündigen sich beispielsweise für lateinamerikanische Anbieter an. Auf der vergangenen Messe gaben 39 Prozent der „gehosteten“ Veranstaltungsplaner an, ein „direktes Interesse“ an Geschäftsbeziehungen mit dieser Region zu haben. Die Erhebung deckt sich mit der Entwicklung der Angebotsseite in Barcelona: Mehr als 200 Aussteller stammten letztes Jahr aus Lateinamerika, vor allem aus Argentinien, Brasilien und Mexiko. Dort haben sich die Standards im MICE-Sektor quantitativ und qualitativ stark verbessert, berichten Experten. Dies betrifft Veranstaltungsstätten genauso wie die Hotellerie und die Luftfahrt; die Zahl der Flüge und Flugrouten hat deutlich zugelegt. Das sind gute Rahmenbedingungen für MICE-Events in der Zukunft (www.eibtm.com).

 
 

Autor: Peter Borstel

Dieser Artikel ist erschienen in TFI Heft 5/2013

 
 

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