Schweiz: Großprojekte erfolgreich ins Ziel gebracht

Das zu Ende gehende Jahr 2013 ist für die MCH Group in mehrfacher Beziehung außergewöhnlich verlaufen. Für 2014 sind die Macher beim eidgenössischen Marktführer zuversichtlich.

Die nächste Swissbau findet im Januar in der Messe Basel statt. (Photo: MCH Messe Schweiz (Basel) AG)
Die nächste Swissbau findet im Januar in der Messe Basel statt. (Photo: MCH Messe Schweiz (Basel) AG)

Die Fertigstellung und Inbetriebnahme des neuen Hallenkomplexes in Basel stellte im Frühjahr einen Meilenstein dar. Unmittelbar damit verbunden waren Aufbau und Durchführung der grundlegend neu konzipierten Weltmesse für Uhren und Schmuck, Baselworld. Auch im Ausland wurde die Unternehmensgruppe noch aktiver: Jenseits der Schweizer Grenzen gab es die erste Art Basel in Hongkong. „Das waren Großprojekte, an denen wir über mehrere Jahre hinweg intensiv gearbeitet hatten“, betont Christian Jecker. „Und die wir erfolgreich ins Ziel gebracht haben“, bilanziert der Leiter der Unternehmenskommunikation. Im ersten Halbjahr konnte die MCH Group einen neuen Umsatzrekord verzeichnen (345 Millionen Franken) – obwohl die ungeraden Jahre zyklusbedingt eigentlich schwächer sind. Der gute Start wirkt sich auf das Endresultat für 2013 aus: „Wir dürfen deshalb erneut mit einem erfreulichen Jahresergebnis rechnen.“  

Zum Teil sind die Zahlen jedoch einmaligen Sondereffekten zu verdanken, die im Rahmen der Baselworld entstanden. „Dazu gehören ein neues Preissystem und positive Auswirkungen auf das Standbaugeschäft“, beschreibt Christian Jecker. 2014 steht bei der MCH Group durch die flächenintensive Swissbau mit ihren rund 1.300 Ausstellern ein turnusmäßig stärkeres Jahr an. Allerdings werden dem positiven Effekt der Baumesse dann auch „negative Umstände“ entgegenwirken. „Die Sondereffekte der Baselworld schlagen nicht mehr im gleichen Maße wie 2013 zu Buche“, blickt Jecker voraus. „Gleichwohl fallen die höheren Finanzierungskosten im Zusammenhang mit dem Neubau der Messe Basel an.“   

 
 
 
 

Nichtsdestotrotz wird bei MCH ziemlich optimistisch auf das Jahr 2014 geblickt. Ein bisschen ist dabei auch der Weg das Ziel, wird doch die bereits vor längerer Zeit eingeschlagene Strategieumsetzung fortgeführt. Im Zentrum der umtriebigen Aktivitäten steht dabei die Weiterentwicklung des Messe- und Dienstleistungsportfolios. Nicht zuletzt geht es darum, die klassischen Messekonzepte mit ergänzenden, Mehrwert schaffenden Angeboten zu erweitern. Ein Beispiel dafür sind die ILMAC Lounges: „Im Vergleich zu den klassischen Messen positionieren sich die Lounges als Community-Treffpunkt“, erklärt Christian Jecker den bereits in Deutschland erprobten Ansatz. „Ihre Schwerpunkte liegen stärker in der Wissensvermittlung und dem Networking.“ Er spricht von einer zukunftsweisenden Life Science-Plattform mit einem Mix aus Ausstellung, Fachvorträgen und Produktpräsentationen. Die ILMAC Lounges ergänzen die Fachmesse ILMAC für Pharma, Chemie, Biotechnologie, die alle drei Jahre in Basel stattfindet. Somit füllt die MCH Group die bislang ILMAC-freien Jahre durch ein zusätzliches Angebot für diesen Bereich.

Die Schwerpunkte der ILMAC Lounges liegen stärker in der Wissensvermittlung und im Networking. (Photo: MCH)
Die Schwerpunkte der ILMAC Lounges liegen stärker in der Wissensvermittlung und im Networking. (Photo: MCH)

Dem Messeportfolio wird außerdem die eco.expo hinzugefügt, die Nachfolgerin der Basler Natura. Künftig geht sie parallel zu den drei großen Publikumsmessen in Basel (muba), Zürich (Züspa) und Lausanne (Comptoir) an den Start; die eco.expo soll zur national führenden Messe für Nachhaltigkeit werden. Darüber hinaus baut die zu Europas Top-Veranstaltungsunternehmen zählende MCH Group das Dienstleistungsangebot im digitalen Bereich weiter aus. So wird ein sogenanntes „Device Independent Design“ für die Webseiten und Online-Kataloge der Messen entwickelt und eingeführt. „Das heißt, dass diese Online-Dienstleistungen künftig für mobile Geräte aller Art optimiert werden“, erklärt Christian Jecker. Die Erweiterung der Dienstleistungen ist ebenfalls ein ständiges Thema bei den „Event Services“. Beispielsweise bietet die Standbautochter Expomobilia seit einiger Zeit auch „Interior Solutions“ an:   Inneneinrichtungen von  Empfangsbereichen, Showrooms, Shop-in-Shop-Lösungen und vieles mehr. „Von der Beratung und Konzeption bis zur Produktion und Montage“, lautet die Devise (www.mch-group.com).

 
 

Autor: Peter Borstel

Dieser Artikel ist erschienen in TFI Heft 6/2013

 
 

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