Russland: Eine erfreuliche Entwicklung

Zum Geburtstag freut sich Expocentre über gute Ergebnisse. Schon im Vorjahr lag die führende russische Messegesellschaft über dem nationalen Durchschnitt.

Zentral gelegen: Das Expocentre an der Moskwa befindet sich im Herzen von Moskau. (Photo: Expocentre)
Zentral gelegen: Das Expocentre an der Moskwa befindet sich im Herzen von Moskau. (Photo: Expocentre)

In diesem Jahr feiert Expocentre das 60-jährige Jubiläum. 1959 hatte alles mit den ersten Ausstellungsaktivitäten begonnen (TFI berichtete in Heft 1). Aus diesem Anlass möchten die Verantwortlichen um Sergey Bednov an die guten Daten des Vorjahres anknüpfen. Denn das, was der Generaldirektor im Frühling rückblickend verkündete, kann sich sehen lassen. So hatten die vermietete Nettofläche und die Zahl der Aussteller 2018 um zwei Prozent zulegt – während die russische Messewirtschaft einen Rückgang von Anbietern und Besuchern verzeichnete. Der Anteil von Expocentre am russischen Messemarkt wuchs auf 14,2 Prozent bei den Ausstellern und 17,6 Prozent bei der Fläche. Letztes Jahr fanden im zentral gelegenen Veranstaltungszentrum an der Moskwa insgesamt 109 Messen statt, davon 33 Eigenveranstaltungen. Alles in allem wurden über 570.000 Quadratmeter belegt, fast 30.000 Aussteller aus 110 Ländern beteiligten sich. Besonders erfolgreich waren die Lebensmittelschau Prodexpo, die Metallbearbeitungsmesse Metalloobrabotka, die Einrichtungsmesse Mebel und die Agroprodmash, die sich den Lebensmitteltechnologien widmet. 

Auch der Start ins Jahr 2019 ließ sich gut an. Im Februar dieses Jahres konnte die Prodexpo bei der Ausstellerzahl noch einmal um annähernd fünf Prozent wachsen, auf 2.442. Um mehr als 100.000 Quadratmeter Gesamtfläche belegen zu können, wurden zusätzlich zwei temporäre Hallen aufgebaut. Neben dem Geschehen auf dem Ausstellungsparkett dient die Veranstaltung außerdem als Plattform zum Netzwerken, wie Sergey Bednov betont. Es gibt zahlreiche Konferenzen und Workshops zu ganz unterschiedlichen Themen, die der Branche einen zusätzlichen, nicht zu unterschätzenden Nutzen bieten. Ein Beispiel liefern die  Lebensmittelsicherheit und Qualitätskontrolle: Von hochwertigen und sicheren Produkten profitiert einerseits der russische Konsument, andererseits helfen sie ebenso der Exportwirtschaft des Landes. Die nächste Ausgabe der Prodexpo wird im Februar 2020 ausgerichtet und beschäftigt sich mit diesen und anderen aktuellen Fragestellungen. 

Anziehungskraft: Die Metalloobrabotka ist seit vielen Jahren der russische Treffpunkt für Metallbearbeitung. (Photo: Expocentre)
Anziehungskraft: Die Metalloobrabotka ist seit vielen Jahren der russische Treffpunkt für Metallbearbeitung. (Photo: Expocentre)

Erfreulich verlief auch die 20. Metalloobrabotka. Bei knapp 1.200 Ausstellern wuchs die Messe bei der Zahl der teilnehmenden Firmen um annähernd 19 Prozent. Mit dazu beigetragen haben zwei neue Bereiche: Schweißen und Automation. Des Weiteren habe sich der Bereich Additive Fertigung positiv entwickelt, bilanziert Expocentre-Chef Bednov. Im Mai 2020 soll es bei der nächsten Ausgabe der Metalloobrabotka ähnlich weitergehen. Auch andere Messen greifen Trends auf. So wird die vom 18. bis 22. November stattfindende „Mebel“ dieses Jahr um das Segment „Möblierte Apartments“ ergänzt. Hintergrund ist die Tatsache, dass auf dem Immobiliensektor immer häufiger möblierte Wohnungen angeboten werden. Trotz der generell nicht ganz einfachen Situation bei der heimischen Nachfrage auf dem russischen Markt kann sich der Möbelsektor behaupten. Als Grund führt die russische Industrie- und Handelskammer die hohe Qualität russischer Produzenten an. Und: Die Messe dient auch dazu, die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber westlichen Herstellern zu analysieren (www.expocentr.ru). 

Autor: Peter Borstel

Dieser Beitrag ist erschienen in TFI Heft 3/2019

 
 

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