UFI in Basel: Die Herausforderung des Wandels

Vom 20. bis 22. Juni findet das diesjährige offene UFI-Seminar in Europa statt. Drei inhaltliche Schwerpunkte erwarten die Teilnehmer in der Schweizer Messemetropole. 

Der Tagungsort für das UFI-Seminar ist das Congress Center Basel. (Photo: MCH Messe Basel / Congress Center Basel)
Der Tagungsort für das UFI-Seminar ist das Congress Center Basel. (Photo: MCH Messe Basel / Congress Center Basel)

Digitalisierung, Transformation des Geschäfts und Sicherheit sind die Themen, die auf der Tagung des Weltmesseverbandes in Basel intensiv diskutiert werden. Niemand kann sich diesen akuten Fragestellungen entziehen, so die Meinung vieler Messefachleute: Die UFI-Verantwortlichen bezeichnen die Digitalisierung als „Megatrend, der jedes Unternehmen zwingt, mehr digital zu werden.“ Auf der einen Seite bringt die Digitalisierung für die Messefirmen eine Reihe von Möglichkeiten mit sich. Andererseits wirft sie neue Fragen für Veranstalter und Geländebetreiber auf: Wird die Messewirtschaft in der Lage sein, digitale Lösungen zu integrieren? Wenn ja, wie werden diese Modelle aussehen? Welche Auswirkungen hat das auf das Live-Marketing? Und wie gehen andere Branchen mit dem Thema um? Stephan Peyer, Chief Development Officer beim Gastgeber MCH, gibt darüber einen Einblick. „Messen im Zeitalter der Digitalisierung“ lautet der Titel seines Vortrags. Er verrät vorab, dass die Vermarktung von Produkten mittlerweile eine ganz neue Schwelle der Komplexität erreicht hat.

Eng damit verbunden ist der Wandel von Geschäftsmodellen. Was künftig am Markt gefragt ist, hängt auch sehr stark mit den Erwartungen der nächsten Entscheidergeneration zusammen. Das Basler UFI-Seminar beleuchtet daher die Bedürfnisse der sogenannten „Millennials“, die grob gesagt zur Jahrtausendwende im Teenageralter waren. Sie stehen längst in den Startlöchern, um in der Unternehmenshierarchie nach oben zu klettern. Was erwarten diese „Millennials“ von der Messewirtschaft? Mit welchen Botschaften können sie auf Veranstaltungen gelockt werden und was sind „No goes“ bei ihrer Ansprache? Antworten trägt die niederländische Sozialwissenschaftlerin und Verhaltensforscherin Tessa van Asselt vor. Die auch gerne als „Generation Y“ bezeichnete Zielgruppe ist nicht zuletzt in den sozialen Netzwerken engagiert. Auf welche Weise sich diese Social Media für das Marketing erfolgreich nutzen lassen, verdeutlicht der Experte Huib van Bockel. Er zeigt am Beispiel Red Bull auf, wie die modernen Kommunikationsformen für eine Erhöhung der Reichweite sorgen können.

Das Netzwerkdinner findet am Dienstagabend statt. (Photo: MCH Group)
Das Netzwerkdinner findet am Dienstagabend statt. (Photo: MCH Group)

In den bewegten Zeiten von Anschlägen und Terrorgefahren gewinnt außerdem das Thema Sicherheit verstärkt an Bedeutung. Die Standards sind angesichts der Ereignisse in jüngerer Vergangenheit teilweise massiv angehoben worden. Der Vortrag von Giacomo Lucchini widmet sich Schutzmaßnahmen bei Großveranstaltungen. Der Chief Operating Officer der Fiera Milano beschreibt dies anhand der Aktivitäten während der letztjährigen Weltausstellung in Mailand. Dort ging es darum, die notwendigen Kontrollen durchzuführen, aber gleichzeitig den insgesamt 21 Millionen Besuchern einen bequemen Zugang zum Expo-Gelände zu ermöglichen. Über dieses Spannungsfeld diskutiert Giacomo Lucchini nach seinem Vortrag mit Patric Sjöberg von Stockholmsmässan und David Boon von Bruxelles Expo. Beide Messechefs geben zudem einen Einblick, wie sie die Sicherheitsaspekte in ihren Veranstaltungszentren handhaben, ohne etwa logistische Abläufe zu beeinträchtigen.

Neben dem fachlichen Programm der UFI-Veranstaltung wird es wieder ausreichend Gelegenheiten zum Netzwerken geben, tagsüber und nach Tagungsschluss: Schon am ersten Abend findet ein zwangloser Willkommensempfang mit einem typischen lokalen Buffet im „Volkshaus Basel“ statt. Die Veranstaltung am zweiten Abend steht ganz im Zeichen der Feierlichkeiten zum hundertsten Geburtstag von MCH. Während des Dinners hält Jonas Ridderstrale, Gastprofessor an der britischen Ashridge Business School, eine Rede. Er reflektiert dabei das Motto des im Congress Center Basel ausgerichteten UFI-Seminars: „Die Herausforderungen des Wandels“. Und auch nach Abschluss der eigentlichen Veranstaltung haben die Teilnehmer noch Gelegenheit neue Kontakte zu knüpfen oder bestehende zu pflegen. Am 22. Juni startet nachmittags eine Rundfahrt durch die Kunst-geprägte Stadt am Rhein, die Heimat der berühmten „Art Basel“ ist (www.ufi.org).  

Autor: Peter Borstel

Dieser Artikel ist erschienen in TFI Heft 3-4/2016

 
 

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