Wie können Aussteller eine Messe-App für ihr Marketing nutzen?

Messe-Apps bieten neue technologische Funktionen, mit denen sich der gesamte Messeaufenthalt aktiv gestalten lässt. Durch den Siegeszug des Smartphones erfreuen sie sich einer immer stärkeren Beliebtheit unter den Messebesuchern.   

Photo: Sabrina Reinhardt
Photo: Sabrina Reinhardt

Expertin: Sabrina Reinhardt
Marketing & Vertrieb 
Heidelberg Mobil International GmbH

Diverse Möglichkeiten 

Einen Monat bis zwei Wochen vor Messebeginn nehmen die Zugriffs- und Downloadzahlen bei der jeweiligen Veranstaltungs-App deutlich zu. Aufgerufen werden insbesondere das alphabetische und produktspezifisch gegliederte Ausstellerverzeichnis genauso wie Gelände- und Hallenpläne. Ausstellenden Unternehmen bietet die Messegesellschaft im Rahmen der App unterschiedliche Produkte zur Unterstützung des Messemarketings an. Im Regelfall steht für jedes Budget ein passendes Produkt zur Verfügung, sodass jeder Aussteller von der Messe-App profitieren kann.   

Bannersponsoring 

Eine klassische Werbemaßnahme ist das Bannersponsoring. Der Werbebanner erscheint auf fast allen Seiten der App und kann auf unterschiedliche Arten verlinkt werden. Zum einen ist es möglich den Banner auf eine externe Website – etwa die Firmenhomepage oder spezielle Microsites – zu verlinken, die eigens für Werbekampagnen erstellt wurden. Eine weitere Variante ist die sogenannte „Landingpage“. Dabei erfolgt zunächst keine direkte Verbindung mit der Homepage des ausstellenden Unternehmens, sondern mit einer zwischengeschalteten Seite innerhalb der App. Hier können dann ausführliche Texte und Bilder hinterlegt werden. Diese Landingpage bietet den Vorteil, dass keine Online-Verbindung   benötigt wird, um die Seite aufzurufen. Der Nutzer erhält die wichtigsten Informationen über das Unternehmen oder einzelne Produkte gebündelt und kann anschließend über einen Link auf die Homepage des Unternehmens weitergeleitet werden.   

Ausstellerstände lassen sich auf dem Hallenplan durch die Integration des Firmenlogos hervorheben. (Photo: Heidelberg Mobil)
Ausstellerstände lassen sich auf dem Hallenplan durch die Integration des Firmenlogos hervorheben. (Photo: Heidelberg Mobil)

Anklickbares Logo 

Kleinere und mittelständische Unternehmen mit begrenzten Budgets haben die Möglichkeit, den Ausstellerstand auf dem Hallenplan durch die Integration des Firmenlogos hervorzuheben. Durch die Platzierung des Logos erzeugt der Ausstellereintrag deutlich mehr Aufmerksamkeit.  

Interstitials 

An einigen Stellen, zum Beispiel während der Ladevorgänge, bietet sich die Platzierung einer Werbung im Screen füllenden Format an. Sogenannte „Interstitials“ erscheinen für rund drei Sekunden und werden automatisch wieder ausgeblendet. Interessant gestaltete Grafiken erzielen eine hohe Aufmerksamkeit beim Nutzer. Zudem ist es möglich, das Interstitial mit einem Link zur Firmenhomepage zu versehen.

App-In-App 

Vor allem für größere Unternehmen oder Gemeinschaftsstände bietet sich ein App-In-App-Paket an. Informationen, wie Daten und Fakten, Neuigkeiten, der Standplan, Firmenprofil, soziale Netzwerke oder Videos werden innerhalb einer App abgebildet, die wiederum Bestandteil der eigentlichen Messe-App ist. Auf diese Weise kann sich der Besucher durch die unterschiedlichen Themenbereiche des Ausstellers navigieren und erhält ein umfassendes Bild über dessen Angebot. Ein prominentes Beispiel aus der Praxis ist der interaktive IBM-Stand, der Bestandteil der CeBIT-App ist.   

Vielfältige Vorteile 

Die Messe-Apps bieten für das Marketing ausstellender Firmen vielfältige Vorteile. Dazu zählen eine messbare Reichweite, geringe Streuverluste, die Unabhängigkeit von Ort und Zeit, eine hohe Akzeptanz, lange Kampagnenlaufzeiten, das Preis-Leistungsverhältnis – und besonders wichtig: eine Erfolgskontrolle durch detaillierte Auswertungen. Bei der Platzierung der Werbung steht das Nutzerverhalten klar im Vordergrund. Die App wird nicht mit Werbung überladen, sondern gilt als exklusives Medium mit maximal fünf Bannerplätzen. Außerdem wird streng darauf geachtet, Konkurrenzverhältnisse zwischen Ausstellern zu vermeiden. Zum Beispiel wird innerhalb der Detaileinträge von Ausstellern grundsätzlich keine Werbung zugelassen. Generell fließen die im Rahmen einer Messe gewonnenen Erfahrungen über das Nutzerverhalten hinterher in die Gestaltung der Folge-Apps mit ein. Von den Messebesuchern gut angenommene und viel genutzte Anwendungen werden weiterentwickelt. Dagegen wird auf wenig akzeptierte Optionen künftig schon mal verzichtet.  

 
 

Im Jahr 2012 hat Heidelberg Mobil mehr als 50 Messe- und Kongress-Apps entwickelt und umgesetzt. Darunter befanden sich Großveranstaltungen wie IAA, IFA, CeBIT oder Hannover Messe genauso wie kleinere Messen und Kongresse unterschiedlicher Größenordnung (www.heidelberg-mobil.com).

Dieser Beitrag ist erschienen in TFI Heft 5/2013

 
 

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