Messebau-Systeme: Fünf Elemente und ein Edding

Wie entstehen Systembau-Neuheiten? Die Idee dahinter ist oft eine sehr einfache. Sie heißt Aufmerksamkeit gewinnen.

Gleich drei Elemente vereint das neue System Motionskin von beMatrix: Bild, Licht und Bewegung. (Photo: beMatrix)
Gleich drei Elemente vereint das neue System Motionskin von beMatrix: Bild, Licht und Bewegung. (Photo: beMatrix)

Drei Sekunden Zeit: So wenig bleibt einem Messestand, um vorbeigehende Besucher auf sich aufmerksam zu machen. Anderenfalls wird er übersehen und links liegengelassen – in einem Umfeld überfüllter Messehallen mit optischer wie akustischer Reizüberflutung. Fünf Elemente sorgen für Aufmerksamkeit bei Displays und Bannern: Es sind Farbe, Licht, Bewegung, Klänge und Geruch. Gleich drei dieser fünf Elemente vereint das neue System Motionskin von beMatrix: Bild, Licht und Bewegung. beMatrix beschreibt Motionskin als die neue Lichtbox mit dynamischem Content: eine Innovation für die grafische Ausgestaltung von Messeständen. 

In der Lichtbox wechseln Bilder einander abrupt oder fließend ab. Je nach medialer Einspielung zucken Blitze auf oder bewegen sich Lichtfiguren oder Animationen dreidimensional durch den Leuchtkasten. „Motionskin zieht die Blicke an. Es schließt die Lücke zwischen klassischen Leuchtkästen und LEDskin, unserer selbstleuchtenden Kachel“, wie Pieter Lecluyse, Global Marketing Manager von beMatrix, betont. „Beide Systeme fügen sich nahtlos in unser Rahmensystem ein, die DNA von beMatrix. Die Kästen können in allen Richtungen miteinander verbunden werden.“ Systeme wie Motionskin als reine Eyecatcher und Insellösungen anzubieten, entspricht nicht der Philosophie von beMatrix. Der Systemhersteller mit Hauptsitz im belgischen Roeselare denkt in ganzheitlichen Design-Dimensionen. Er ermöglicht Ausstellern die Schaffung systematischer Markeninszenierungen mit seinen Modular-Lösungen für Messestände, Veranstaltungsbau und Displays. Um dies zu erleichtern, unterstützt das Unternehmen seine Kunden mit einem weltweiten Partnernetzwerk aus Messebauern, Agenturen und Druckbetrieben. bePartner – so lautet der Name des Netzwerkes. Es bietet Full-Service-Support vom Entwurf bis zum Aufbau und zur Übergabe des Standes (www.beMatrix.com).

Gilnhammer entwickelte für Die Schweizerische Post ein Wandsystem. (Photo: Gilnhammer)
Gilnhammer entwickelte für Die Schweizerische Post ein Wandsystem. (Photo: Gilnhammer)

Eine Möglichkeit, sich optisch hervorzuheben, sind absolut individuell gestaltete Messewände. Und es könnte kaum eine individuellere Note geben als die eigene, persönliche Handschrift. Das Unternehmen Gilnhammer aus Maitenbeth bei München entwickelte für Die Schweizerische Post ein Wandsystem, das genau das ermöglicht – und noch mehr: Die Wände besitzen einen Schichtstoff als Oberfläche, der sich mit wasserlöslichem Edding beschriften lässt. Sie können während der Messe beschrieben und verändert werden: sei es durch den Aussteller, einen Vortragsredner oder durch die Besucher, die sich per Unterschrift oder Kommentar verewigen. Außerdem sind die Wände magnethaftend, wodurch sich ebenfalls Botschaften frei pinnen und platzieren lassen. „Der Stand kann dadurch permanent sein Erscheinungsbild variieren“, wie Geschäftsführer Thomas Gilnhammer die Vorteile zusammenfasst. 

Das Produkt dahinter heißt G40: ein 40 Millimeter starkes Leichtbau-Wandsystem aus Sandwich-Bauweise. Seine Mittellage besteht aus leichten Papierwaben. Die Außenlagen bildet in diesem Fall einem spezieller Schichtstoff in schwarz. Für den Aussteller fertigte die Firma Gilnhammer insgesamt 89 der Leichtbauwände auf diese Weise an. Hinzu kamen 91 Leichtbauaufsatzwände sowie zwei Türen in Leichtbauweise. Insgesamt entstanden somit fast 350 Quadratmeter Wandfläche, die sich per Filzstift beschreiben lassen. Knapp 150 Quadratmeter wiesen zudem beidseitig die Magnethaftung auf. Mit vier kleinen Satelliten-Ständen war Die Schweizerische Post gleichzeitig auf einer Messe präsent. „Das Design wirkte leicht und einladend und musste möglichst modular sein, um alle Größen mit wenig Aufwand zu realisieren“, fasst Thomas Gilnhammer die Kundenanforderungen zusammen. Entwickelt wurde das Konzept von der Agentur Aroma Production AG (www.gilnhammer.de). 

Autor: Jens Kügler

Dieser Artikel ist erschienen in TFI Heft 4/2018

Neues System wird zum Hingucker

Photo: Infinityconst
Photo: Infinityconst

Die Einführung des Infinityconst-Ausstellungssystems in Deutschland hatte im September mit gleich zwei interessanten Projekten eine erfolgreiche Premiere. So verwirklichte die standPunkt Messebau für die Firma Fritsch auf über 900 Quadratmetern einen eindrucksvollen Messeauftritt. Dort wurde eine wellenförmige Deckenstruktur aus Infinityconst über einem Doppelgeschossstand platziert und so ein besonderer visueller Akzent gesetzt. Dekorative, biomorphe Formen von Infinityconst kontrastierten belebend mit dem ansonsten kubischen Design. Ein weiteres Projekt ist für die Firma Tvema bei der InnoTrans 2018 in Berlin verwirklicht worden. Eine geschwungene hinterleuchtete Deckenabhängung wurde zu einem Orientierungspunkt und einem echten Hingucker in der Messehalle. Außerdem: Ingenieure und Messebauer haben bei einem Workshop die Kompatibilität des Ausstellungssystems mit Systemen aus der Mero-Welt getestet. Das Ergebnis hat alle Beteiligten überzeugt. Mero passt und kann zur Designwelt von Infinityconst technische und visuelle Brücken schlagen. Das schafft zusätzliche Gestaltungsmöglichkeiten: Neu kombiniert, wird auch minimalistischer Architektur ein innovatives und elegantes Erscheinungsbild verliehen. Und zu guter Letzt: Der Weltmesseverband UFI tagte Ende Oktober/Anfang November  in St. Petersburg, der Heimat von Infinityconst. Das war Grund genug, das neue Ausstellungssystem nun auch dem internationalen Messe-Fachpublikum des 85. UFI-Kongresses zu präsentieren (www.infinityconst.de). 

 
 

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