Messebau-Systeme: Vielfalt ohne großen Aufwand

Messeveranstalter und Aussteller fordern Standbauer heraus: Stände müssen schneller und günstiger gebaut werden und im Wettbewerb bestehen. Neue Bausysteme bieten Lösungen.

Aluvision: Die neueste Innovation des Hauses ist ein modulares Standbau-Paket und heißt QuiXy. (Photo: Aluvision)
Aluvision: Die neueste Innovation des Hauses ist ein modulares Standbau-Paket und heißt QuiXy. (Photo: Aluvision)

Genial einfach oder einfach genial: Systemhersteller haben den Messebau revolutioniert. Und: Sie erfinden ihn bis heute ständig neu. So wie Aluvision aus Deinze in Belgien. Die neueste Innovation des Hauses ist ein modulares Standbau-Paket und heißt QuiXy. Hinter QuiXy steht eine Idee. Der Aufbau eines Messestandes soll so einfach sein, wie ein Brot zu toasten oder ein Spiegelei zu braten. Bereits mehrfach hat das Unternehmen Aluvision Preise für seine Produkte wie Aluminium-Bauelemente, Rahmensysteme oder Lichtwände gewonnen. Das neue System QuiXy wird in einem Transport-Case zum Kunden geliefert. Öffnet der Empfänger den Koffer, kommt ein kompletter Baukasten zum Vorschein. Aus den Einzelelementen lassen sich mit wenigen Handgriffen Wände, Tische, Aufsteller und mehr zusammenbauen. Ebenso schnell entstehen auch Stauräume, Kabinen, Schreibtische, Leuchtrahmen, Theken, Regale oder Rahmen für Monitore. 

Alle einzelnen Elemente sind Plug- und Play-Module. Das heißt, zum Auf- und Abbau wird kein Werkzeug benötigt. „QuiXy ist ein Kit für viele, viele Möglichkeiten. Und als Kunde können Sie sich Ihren Koffer-Inhalt ganz persönlich zusammenstellen lassen“, wie Jan Dumont verspricht. „Wählen Sie ein beliebiges Bauelement aus unserer SketchUp-Onlinebibliothek. Erstellen Sie Ihr individuelles QuiXyDesign“, so der COO von Aluvision. Derzeit haben Messebauer und Aussteller die Wahl aus 20 Modulen. Doch es werden mehr. Denn der Hersteller entwickelt das System kontinuierlich weiter. COO Jan Dumont fasst einige Vorteile zusammen: „QuiXy – das ist Aluvision-Qualität und Design at it‘s best und wie all unsere Systeme beliebig oft wiederverwendbar. Damit begeistern Sie Ihre Messebesucher einfacher und öfter denn je“ (www.aluvision.com).

Ein weiteres neues System wurde für die Eckprofile bedruckter Banner entwickelt: Syma Xwall 60flex. (Photo: Syma)
Ein weiteres neues System wurde für die Eckprofile bedruckter Banner entwickelt: Syma Xwall 60flex. (Photo: Syma)

Syma bildet beide Seiten ab: Das Unternehmen mit Hauptsitz im schweizerischen Kirchberg ist sowohl Systementwickler als auch Anwender. „Wir sind in der glücklichen Lage, dass wir nicht nur Systeme herstellen, sondern auch Messestände bauen. So haben wir den direkten Kontakt zum Markt“, erklärt Reto Bosshart, Leiter Entwicklung der Syma-System AG. Einen Messebau-Trend sieht er in textilbespannten Wänden und Werbeflächen. Hinzu kommt, dass der Markt nach immer schnelleren und einfacheren Bauweisen für Messestände verlangt. Daher hat Reto Bossharts Entwicklerteam zum bewährten Basis-Programm Syma-System 30 eine neue, verbesserte Profilreihe für Textilverkleidungen entwickelt. Die Profile können nachträglich auf bestehende Konstruktionen aufgesetzt werden. Sie verfügen über eine schmale Nut. Diese nimmt die Keder der Textilien lückenlos auf. So entstehen einfach und schnell durchgängige homogene Verkleidungen. Die Konstruktion verschwindet komplett hinter dem Stoff, der grafisch individuell bedruckt werden kann. Auch die Innen- und Außenecken werden durchgängig zu einem Teil dieser Verkleidung. 

Ein weiteres neues System haben die Schweizer für die Eckprofile bedruckter Banner entwickelt. Die Banner werden oftmals von den Hallendecken abgehängt und sind schon aus der Ferne sichtbar. Auch dieses neue System basiert auf einem bewährten Baukasten. Es heißt Syma Xwall 60flex. Damit lassen sich nicht nur beide Seiten der Banner mit Textilelementen verkleiden. Auch die Innen- und Außenecken können durchgängig überspannt werden. „Um die Ecke gestalten – das gibt neue Möglichkeiten für Design und Markenauftritte“, so Reto Bosshart. „Außerdem lassen sich die Vorteile des textilen Messebaus besser denn je ausnutzen“. Diese liegen in niedrigen Kosten, geringem Gewicht sowie minimalem Lager- und Transport-Volumen. Vor allem aber in den flexiblen Bau-Möglichkeiten mit einer überschaubaren Anzahl an Bauteilen (www.syma.ch).

Autor: Jens Kügler

Dieser Artikel ist erschienen in TFI Heft 4/2019

 
 

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