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AUMA fordert mehr Geld für Auslandsmesseprogramm

11.02.2026

Die Beteiligung deutscher Unternehmen an den Gemeinschaftsständen im Auslandsmesseprogramm (AMP) des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie hat 2025 spürbar an Dynamik gewonnen.

Auf insgesamt 213 deutschen Gemeinschaftsständen präsentierten sich 4.926 Aussteller – ein Anstieg von beeindruckenden 18 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Zahl der Aussteller pro Gemeinschaftsstand – den German Pavilions - blieb mit durchschnittlich 23 Unternehmen konstant. Daraus ergibt sich: Mit mehr German Pavilions können deutlich mehr Unternehmen erreicht werden, betont der deutsche Messeverband AUMA.

Besonders kräftig wuchs das Interesse an den deutschen Gemeinschaftsständen in den Vereinigten Arabischen Emiraten: Die Ausstellerzahlen stiegen um mehr als 20 Prozent je Pavilion und um knapp 30 Prozent insgesamt. Die USA zeigten hingegen ein gemischtes Bild: je Pavilion leicht rückläufig, aber durch mehr Pavilions insgesamt ein Plus von sechs Prozent. China blieb stabil stark, mit unverändert 23 Ausstellern je Gemeinschaftsstand und einem Gesamtanstieg von elf Prozent gegenüber 2024. Indien verzeichnete mit plus 42 Prozent den stärksten relativen Zuwachs unter den Top-Märkten, getragen durch sechs zusätzliche Pavilions. Italien lag mit 35 Ausstellern je Pavilion weit über dem Schnitt und wuchs um 27 Prozent.

Die für viele im AMP vertretenen Branchen schwierige Wirtschaftslage führt einerseits zu Sparzwängen bei den Unternehmen. Der Messenutzen jeder einzelnen Messebeteiligung, jedes angemieteten Quadratmeters, wird noch genauer hinterfragt und Prioritäten werden gesetzt. Andererseits steigt die Anzahl der Unternehmen, die Unterstützung benötigen, um in Zeiten verstärkter handelspolitischer Unsicherheiten ihre internationalen Aktivitäten auf- und ausbauen sowie diversifizieren zu können.

2026 umfasst das Auslandsmesseprogramm 236 German Pavilions in über 50 Ländern. Trotz eines leicht erhöhten Etats von 44 Millionen Euro sinkt die Zahl der geplanten Pavilions wegen weiter steigender Kosten um rund zehn Prozent. Angesichts der fragilen Zeiten und weiter steigender Kosten fordert der AUMA als Koordinator der Interessen der deutschen Wirtschaft im Auslandsmesseprogramm eine Aufstockung des Budgets um fünf Millionen Euro auf mindestens 49 Millionen Euro. Nur so könnten sowohl die Quantität als auch die Qualität der Gemeinschaftsstände gesichert werden.


 
 

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