Die AMB – Internationale Ausstellung für Metallbearbeitung – ist am 19. September zu Ende gegangen und sendet ein positives Signal für die Metallbearbeitungsbranche in Europa.
Autonome Reinigungsmaschinen in den Hallen, Drohnen im Einsatz an der Gebäudefassade und ein Reinigungsroboter als Publikumsmagnet: Die Clean Pro Expo hat neue Technologien der professionellen Reinigung erlebbar gemacht.
Der persönliche Austausch mit internationalen Partnern gewinnt für die Gartenbaubranche immer mehr an Bedeutung.
Die Fachmesse in Dortmund bringt Anbieter aus Architektur, Ausstattung, Technik und digitaler Planung zusammen. Für 2027 sind neue und zurückkehrende internationale Aussteller sowie ein breit angelegtes Fachprogramm angekündigt.
Mit rund 800 Teilnehmenden hat das Longevity Forum Deutschland am 4. September im Congress Center Hamburg (CCH) erfolgreich Premiere gefeiert, wie die Hamburg Messe berichtet
Über 600 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen am 2. und 3. September 2026 zur zweiten Auflage von New bauhaus im congress centrum weimarhalle zusammen.
Die Koelnmesse bringt mit der Anuga Select South Africa erstmals eine eigene Messeplattform auf den afrikanischen Kontinent. Vom 22. bis 24. Juni 2027 findet in Kapstadt die erste Ausgabe statt.
Seit Ende August können sich Unternehmen, Start-ups, Hochschulen, Schulen sowie Einrichtungen der frühkindlichen Bildung für den Deutschen E-Learning Award (delina) 2027 bewerben.
Ein Branchentreffpunkt für Produktion und Bildverarbeitung wird die 43. Motek, internationale Fachmesse für Produktions- und Montageautomatisierung, zusammen mit der 18. Bondexpo, internationale Fachmesse für Klebtechnologie.
Für Verlage und Brettspielfans ist die Hobbymesse Leipzig die größte Spielemesse Ostdeutschlands, heben die Verantwortlichen der Leipziger Messe hervor.
Die Siegerentwurf und Platzierten stehen fest: Eine Architektin aus Malaysia gewinnt den ersten octanorm ai booth designer-Creator Contest.
Erstmals werden die Biofach India und die Fruit Logistica Connect India vom 25. bis 27. Mai 2028 im Jio World Convention Centre in Mumbai gemeinsam veranstaltet.
Die Expo 2027 Belgrad weckt bereits vor dem offiziellen Start großes Interesse. Es haben sich 10.000 Interessierte aus 119 Ländern für das Freiwilligenprogramm „Expo Playmakers“ beworben.
Wartezeiten für Aussteller und Besucher aus dem visumpflichtigen Ausland, die an Messen in Deutschland teilnehmen wollen, bleiben eine Herausforderung.
Die Messe Frankfurt baut ihr internationales Textilnetzwerk mit der Premiere der Prefab aus, einer Sourcing-Veranstaltung im Boutique-Stil, die sich ausschließlich hochwertigen Stoffen widmet.
Hannover Fairs Asia-Pacific hat den Relaunch der Industrial Transformation Asia-Pacific (ITAP) mit einer fokussierten zweitägigen Ausgabe bestätigt.
Neue Perspektive für eine Berliner Ikone: Die Entwicklung des ICC stärkt den Berliner Westen und schafft Synergien mit dem Messegelände.
Die Messe München wird Ende August zum Treffpunkt der internationalen Herzmedizin. Vom 28. bis 31. August 2026 steigt der Europäische Kardiologenkongress (ESC).
Versorgungssicherheit, Wettbewerbsfähigkeit und Klimaschutz zusammenbringen: Vor dieser Aufgabe stehen Unternehmen, Kommunen und Energiewirtschaft aktuell mit neuer Dringlichkeit.
Geoffrey Sauer übernahm am 17. August 2026 die Führung der US-Tochtergesellschaft Messe Düsseldorf North America (MDNA) mit Sitz in Chicago, Illinois.
03.07.2026
Fokusthema Automatisierung: Patrick Schwarzkopf vom Verband VDMA spricht im Interview über kollaborative Prozesse, KI und Mittelstandsautomation mit No-Code.
Wenn Fertigungsbetriebe ihre Prozesse effizienter und flexibler aufstellen, rücken Automatisierungslösungen in den Fokus – besonders dort, wo Mensch und Maschine zunehmend kollaborativ zusammenarbeiten. Die AMB 2026 greift dieses Fokusthema praxisnah auf und zeigt, wie sich kollaborative Prozesse entlang der spanenden Fertigung weiterentwickeln. Im Interview ordnet Patrick Schwarzkopf, Geschäftsführer VDMA-Fachverband Robotik + Automation, die aktuellen Treiber ein und gibt einen Ausblick, welche Entwicklungen Betriebe jetzt im Blick haben sollten.
AMB: Die Robotik-
und Automationsbranche erwartet für 2026 einen Umsatzrückgang von fünf Prozent
– und trotzdem wächst der Druck auf Fertigungsbetriebe, zu automatisieren.
Warum ist gerade jetzt der richtige Moment für kollaborative Prozesse, und was
treibt Betriebe an, den Schritt zu wagen?
Patrick Schwarzkopf: In der Tat sehen wir noch eine deutliche Investitionszurückhaltung – aus
unterschiedlichen Gründen, von geopolitischen Verwerfungen bis hin zu den
bekannten Standortthemen. Dennoch ist der Trend zur Automatisierung
ungebrochen. Der demografische Wandel wird sich in den nächsten Jahren weiter
verschärfen; deshalb müssen wir Tätigkeiten automatisieren, um die
verbleibenden Fachkräfte zu unterstützen. Nur so bleiben wir wettbewerbsfähig.
Entscheidend wird das Zusammenspiel von Mensch und Maschine. Die rasante
Entwicklung der Künstlichen Intelligenz (im Folgenden KI) – insbesondere der
generativen und der „physischen“ KI – eröffnet neue Möglichkeiten, etwa durch
KI-Agenten („Agentic AI“) und durch die deutlich einfachere Bedienung und
Programmierung von Automationslösungen.
Bei
Automatisierung wurde lange im Format der Großserie gedacht – Roboterlösungen
sind heute auch für Kleinserien eine konkrete Option. Wie weit ist diese
Entwicklung fortgeschritten und was braucht ein kleineres Unternehmen konkret,
um die Automation in seiner Fertigung umzusetzen?
Die Mittelstandsautomation macht gerade große Sprünge. Die technologische Entwicklung der letzten Jahre war enorm – dadurch sinkt die Eintrittsbarriere für KMU spürbar. Typisch sind „Low Volume, High Mix“-Szenarien: Die Programmierung muss schnell, einfach und ohne großen Aufwand durch die Belegschaft möglich sein. Dafür gibt es heute zahlreiche No-Code-Ansätze, die keine Kenntnisse von Programmiersprachen erfordern. Automatisierungsabläufe lassen sich über grafische Oberflächen per Drag-and-Drop zusammenstellen. Roboterbahnen können zudem per Handführung „angelernt“ und auf Knopfdruck gespeichert werden. Die großen Hersteller haben dafür längst passende Mittelstandslösungen im Angebot. Oft reichen schon pragmatische Setups – etwa wenn ein Roboter nachts arbeitet und so einen Produktivitätssprung ermöglicht. Die Hürde ist häufig weniger die Technik als die Erwartung, Automation sei grundsätzlich zu kompliziert oder zu teuer. Das greift zu kurz, denn die Lösungen sind da – und auf Fachmessen wie der AMB gut zu sehen. Orientierung bietet beispielsweise Go4Robotics, eine Online-Plattform der International Federation of Robotics (IFR).
Wenn Programmierung und Bedienung einfacher werden, rückt auch die direkte Zusammenarbeit von Mensch und Roboter näher. Beide arbeiten heute zunehmend ohne Schutzzaun zusammen – erst durch KI-gestützte Sensorik ist das praxistauglich geworden. Was verändert das konkret im Shopfloor, und wie müssen Betriebe Prozesse und Belegschaft neu denken?
Patrick Schwarzkopf: Kollaborative Roboter (Cobots) haben sich bereits gut etabliert. In vielen Anwendungen geht es jedoch eher um „Ko-Existenz“ – also den Betrieb ohne Schutzzaun – und damit um echte, direkte Interaktion. Eine neue Stufe enger Zusammenarbeit sehen wir aktuell bei der humanoiden Robotik. Hier macht die KI große Sprünge: Es geht um die Interpretation der Umgebung und um sinnvolles, eigenständiges Agieren. Noch ist viel Pionierarbeit nötig, aber humanoide Roboter verlassen zunehmend die Forschungslabore und kommen in erste Testanwendungen in der Industrie. Bis zur breiten Anwendungsreife ist es ein längerer Weg – gleichzeitig treibt die humanoide Robotik die enge Interaktion zwischen Mensch und Maschine voran, etwa durch die Möglichkeit, mit Robotern zu sprechen.
Viele dieser
Entwicklungen lassen sich am besten live bewerten. Die AMB vereint im September
in Stuttgart das gesamte Spektrum der Metallzerspanung unter einem Dach – von
Herstellerinnen und Hersteller, über Anwenderinnen und Anwender bis zur
Forschung. Was kann diese einzigartige Konstellation leisten, um kollaborative
Automatisierung in der Breite voranzubringen – und warum ist ein Besuch für
alle, die in der Metallzerspanung über Automatisierung nachdenken,
unverzichtbar?
Ein Blick auf
die Zahlen zeigt die Relevanz: Laut Weltroboterverband IFR ist „Machine
Tending“ – also das automatisierte Einlegen und Entnehmen von Teilen an
Bearbeitungsmaschinen – eine der Hauptanwendungen von Robotik: Innerhalb eines
Jahrzehnts stiegen die jährlichen Neuinstallationen von Robotern für
Handhabungsanwendungen an Werkzeugmaschinen von 14.500 Einheiten (2015) auf
19.000 Einheiten (2024). Für 2025 deuten vorläufige IFR-Zahlen auf weiteres
deutliches Wachstum im zweistelligen Prozentbereich hin. Auch der Einsatz von
Cobots ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen: 2024 wurden weltweit rund
65.000 kollaborative Roboter installiert – das entspricht 12 Prozent aller
Industrieroboter. Die größten Zuwächse sehen wir bei der mobilen Robotik, die
Maschinen flexibel vernetzt – etwa über mobile Manipulatoren, also mobile
Plattformen mit Roboterarm. Einen so kompakten, branchenspezifischen Überblick
wie auf einer Fachmesse bekommt man kaum: Auf der AMB erlebt man
Automatisierung für die Metallzerspanung „zum Anfassen“.
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Ob internationale Leitmesse oder Branchenevent: Unternehmen müssen auf Messen sichtbar sein und ihre Marke emotional erlebbar machen. ISINGERMERZ entwickelt seit fast 50 Jahren individuelle Messestände, die Architektur, Design und Markenkommunikation zu einem wirkungsvollen Gesamterlebnis verbinden.
Dass Dinge nicht wie vorgesehen klappen, gehört zum Eventleben dazu.
Klassisch findet Networking bei realen Events statt. Doch es geht auch online, allerdings ein wenig anders. Veranstaltern bieten sich diverse Möglichkeiten.
Über einen erfolgreichen Auftritt entscheiden nicht nur neue Produkte und ein durchdachtes Stand-Design. Wichtig sind auch viele weitere Faktoren, die Messeplaner nicht immer im Blick haben.