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Asien stärkt seine Rolle auf der SMM in Hamburg

05.05.2026

Die wachsende Zusammenarbeit zwischen Europa und Asien treibt Beteiligung an der Weltleitmesse der maritimen Wirtschaft.

Die maritime Industrie rückt global enger zusammen – und die Bedeutung asiatischer Märkte wächst spürbar vor dem Hintergrund geopolitischer Veränderungen und steigender Anforderungen an resiliente Lieferketten. Nach Pressegesprächen im Rahmen der Singapore Maritime Week und der SEA Japan zeigt sich: Die SMM 2026 in Hamburg wird zunehmend zur zentralen Plattform für die Zusammenarbeit zwischen Europa und der Asia-Pacific-Region.

„Die SMM bringt die Stärken beider Regionen zusammen: Asien als dynamischer Wachstumstreiber und Europa als Innovations- und Technologieführer mit klaren regulatorischen Leitplanken für die maritime Transformation“, sagt Claus Ulrich Selbach, Vice President Exhibitions Maritime & Energy bei der Hamburg Messe und Congress. Dabei ergänzen sich beide Regionen in besonderer Weise: Asien als dynamischer Produktions- und Wachstumsraum, Europa als Innovations- und Regulierungsumfeld.

Europa und Asien rücken enger zusammen

In der maritimen Industrie wird internationale Zusammenarbeit zunehmend zum entscheidenden Erfolgsfaktor. Themen wie Dekarbonisierung, Digitalisierung, Energieeffizienz sowie resiliente Lieferketten und maritime Sicherheit führen zu einer engeren Verzahnung zwischen Europa und Asien. Gleichzeitig bleibt das Investitionsniveau in maritime Infrastruktur weltweit hoch – mit besonders dynamischem Wachstum in Asien. 

Parallel dazu wachsen maritime Industrie, Energie- und Infrastruktursysteme zunehmend zusammen und schaffen neue Ökosysteme und Geschäftsmöglichkeiten. Daraus entsteht ein steigender Bedarf an Technologien, Know-how und Partnerschaften – insbesondere im europäischen Markt. „Die SMM bietet genau das Umfeld, das diese Transformation erfordert: eine globale Plattform, auf der Entscheidungsträger zusammenkommen, Partnerschaften entstehen und konkrete Geschäftsmöglichkeiten entwickelt werden“, so Selbach.

SMM als Tor zum europäischen Markt

Für Unternehmen aus dem asiatisch-pazifischen Raum bietet die SMM direkten Zugang zum europäischen Markt sowie zu führenden Reedereien, Technologieanbietern und regulatorischen Entwicklungen sowie zu zentralen Infrastrukturprojekten und Marktanforderungen in Europa. Vor dem Hintergrund zunehmend komplexer regulatorischer Anforderungen – insbesondere im Bereich Dekarbonisierung und alternativer Antriebstechnologien – wächst der Bedarf an internationalem Austausch und hochspezialisiertem Know-how. Die SMM bündelt diese Expertise entlang der gesamten maritimen Wertschöpfungskette.

Unternehmen aus weiteren asiatischen Märkten – darunter insbesondere aus Südostasien und China – erweitern ihre Präsenz auf der SMM kontinuierlich und nutzen die Messe gezielt zur Markterschließung in Europa. Indien verstärkt sein Engagement deutlich: Erstmals organisiert die indische Regierung einen offiziellen Gemeinschaftsstand und hebt damit die wachsende Bedeutung des Landes als maritime Nation auf der internationalen Leitmesse in Hamburg hervor. Auch Korea baut seine Beteiligung weiter aus: Der Nationenpavillon wächst um rund 15 Prozent und unterstreicht die kontinuierliche Präsenz des Landes auf der SMM. Darüber hinaus planen erstmals Unternehmen aus Indonesien, Malaysia und Vietnam eine Teilnahme. Besonders deutlich wird diese Entwicklung am Beispiel Japan: Japanische Unternehmen haben bereits rund 13 Prozent mehr Ausstellungsfläche im Vergleich zur SMM 2024 gebucht, der Gemeinschaftsstand der JSMEA (Japan Ship Machinery and Equipment Association) ist sogar um 22 Prozent gewachsen.

50.000 Besucher aus bis zu 120 Nationen

Die SMM findet vom 1. bis 4. September 2026 in Hamburg statt. Unter dem Leitmotiv „Driving the Maritime Transition“ bringt sie internationale Akteure der maritimen Industrie zusammen, um die zentralen Zukunftsthemen zu diskutieren und die Entwicklung der Branche aktiv zu gestalten. Über 2.200 ausstellende Unternehmen aus rund 60 Ländern sowie rund 50.000 Besucher aus bis zu 120 Nationen werden erwartet.


 
 

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